Myome

Re: Myome

Postby tilda on 11 Feb 2017, 23:10

Ich habe ein Myom und war schwanger. Das Myom ist in der Schwangerschaft gewachsen und gleichzeitig aber von der kritischen Stelle Richtung bauchraum gewandert. Ich hatte natürlich nach dem Befund Wahnsinns Angst, aber meine FÄ und noch eine weitere FÄ haben mir diese Angst genommen. Denn in den meisten Fällen reicht Beobachtung, bzw. kann es halt sein, dass das Myom ne spontane Geburt verhindert, meist aber mehr auch nicht. Bei mir ist das Myom nach der SS auch wieder zurück gegangen, ich habs auch nie bemerkt. Wenn du betroffen bist, verlasse dich auf die Aussagen deines Arztes, bzw. wenn du dir nicht sicher bist such dir ne weitere Meinung...Alles Gute
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Re: Myome

Postby omega on 11 Feb 2017, 23:12

Ich habe ganz genau dasselbe Problem wie du! Bei mir wurde Anfang Juli (kurz vor dem Start der ersten ICSI) ein kleines Myom festgestellt von meinem FA. Der meinte aber auch, dass das absolut nicht störend ist in der Größe. Bei mir ist das ganz am Rande der Gebärmutter. Dann muss ich während der Behandlung zu einer Vertretungsfrauenärztin da mein FA krank war. Auch die meinte ein kleines wäre nicht störend, der Aufwand einer Entfernung viel höher. Jetzt musste ich mir einen neuen FA suchen, bei dem ich letzte Woche einen Termin hatte. Der fand komischerweise gar kein Myom. Aber er hat gemeint, auch wenn er eins gesehen hätte (vll. hat es sich an dem Tag etwas versteckt) hätte er mir total davon abgeraten das wegmachen zu lassen. Das ist ein FA, der auch IUIs usw. durchführt und er muss sich wohl damit auskennen. Er meinte er habe schon ganz viele Frauen in Behandlung gehabt, die auch mit Myom schwanger geworden sind. Muss sagen, skeptisch bin ich auch, vor allem nachdem die letzte ICSI dann eben negativ war. Da fragt man sich natürlich schon, ob es daran gelegen hat. Aber die in meiner Kiwu-Klinik meinten, wenn der FA sagt, das ist ok, dann passt das. Sie sagen nicht von Vornherein, dass man ein Myom vor einer Behandlung entfernen lassen muss. Wenn es jetzt besonders riesig wäre, dann schon, aber bei kleinen nicht.
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Re: Myome

Postby Maria Waldfogel on 11 Feb 2017, 23:21

Seit Jahren muss ich mich notgedrungen mit dem leidigen Myom-Thema beschäftigen und kenne mich daher recht gut aus. Vor 5 Jahren wurde bei mir das erste Myom gefunden. Mein FA meinte, dass es unbedingt vor Beginn der Kiwu-Zeit entfernt werden müsste, da es je nach Lage (wie bei mir in der Gebärmuttermuskulatur) die Einnistung erschweren würde. Kiwu war da noch kein Thema aber ich wollte es weghaben, bevor es soweit war. Vor 3 Jahren wurde dann wieder an gleicher Stelle und in ähnlicher Größe wieder eines gefunden. Allen Unkenrufen zu trotz wurde ich einen Monat später ungeplant schwanger. Ich habe mich über die kleine Überraschung doch sehr gefreut, da mir ja erschwerter Kiwu mit eventueller Kiwu-Klinik prophezeit wurde. Doch leider sind Myome nicht nur für die Einnistung schädlich, sondern können auch Fehlgeburten hervorrufen...was bei mir dann der Fall war :-( Nach der verordneten 6 Monate Wartezeit wurde ich dann sofort wieder schwanger und dank des entfernten Myoms verlief die Schwangerschaft problemlos. Mein Kleiner ist jetzt 2 und bald kommt Nr.2. Dank der entfernten Myome alles problemlos. Alles Gute für die anstehenden Entscheidungen!
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Re: Myome

Postby eva2Abel on 11 Feb 2017, 23:25

Ich plage mich seit Jahren mit Myomen. Das eine was ich seit Jahren habe ist in den letzten Monaten ein wenig gewachsen aber ist nicht weiter kritisch. Das zweite was sich dazu gesellt hat ist leider mit Stiel und wenn der sich dreht wird es kritisch und im schlimmsten Fall liege ich bei starken Bauchbeschwerden schneller auf dem Op-Tisch als es mir lieb ist. Leider zahlt die Kk die Entfernung der Myome nur bei Kinderwunsch oder bei Beschwerden. Da mein Mann und ich erfolgreich vor Jahren adoptiert haben stehe ich jetzt in der Zwickmühle. Ich bekomme die Teile auf legalen Weg nur mit Behandlung weg oder hoffe dass in den nächsten Jahren nix passiert. Meine Gyn meinte ein kleines Myom macht nix, aber mehrere können dafür sorgen dass die Schwangerschaft nicht gehalten wird. Dasselbe hat mir eine Mitarbeiterin der KiWu-Klinik am Telefon gesagt. Allerdings ist es wohl Standard dass bei Kinderwunsch die Klinik automatisch die Teile entfernt.
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Re: Myome

Postby kühn on 11 Feb 2017, 23:35

Myome sind in meiner Familie mütterlicherseits stark verbreitet und seit meinem 20. Lebensjahr bestimmen Unterleibsschmerzen meinen Alltag. Dank einen Gynäkologen hatte ich von 20 - 25 Jahren die Mirena-Hormonspirale und konnte damit 5 schmerzfreie Jahre verbringen. Mittlerweile bin ich 36 Jahre alt und habe im Jahre 2014 (trotz 3 Myome) eine wundervolle Tochter zur Welt bringen dürfen. Die Schwangerschaft war im Großen und Ganzen beschwerdefrei, zumindest von der Myomseite her. Nur hat die starke Durchblutung der Gebärmutterwand zur Versorgung der Plazenta, des Kindes. Nach der Entbindung wurde mir nach 7 Wochen wieder eine Mirena eingesetzt. Soweit, so gut. Nach 1,5 Jahren bekam ich aus heiterem Himmel schlimmstes Unterleibziehen über 1 Woche lang, welches mit spontanem Abgang der Mirena endete. Ich war total geschockt. Klar, Dysmenorrhoe kenne ich seit meinem 12. Lebensjahr, aber diese Blutung war nochmal ganz anders. Termin beim Gyn vereinbart und er entließ mich mit den Worten "Viel Spaß bei der nächsten Blutung. Das bleibt jetzt so." Fast hatte ich das Gefühl, selbst schuld daran zu sein, dass die Mirena abgegangen war und ich auch noch die Frechheit habe, Myome zu besitzen...Ich habe mir dann noch eine zweite Meinung eingeholt bei einem Gynäkologen im KH, der sich auf Myom- und Endometriosebehandlung spezialisiert hat. Der bestätigte mir, dass meine Myome zwischen 3 - 5 cm groß seien und dass das größte leider an der Stelle sitzen würde, wo sich die meisten Embryonen einnisten würden. Zum Glück waren die Myome bei der ersten SSW noch so klein, das es da keine Probleme gab. Aber da mein Mann und ich noch Kinderwunsch haben, wäre eine Myomentfernung anzuraten. Da Termine im KH immer etwas länger hin sind, habe ich mir direkt einen OP-Termin geben lassen. Mittlerweile waren 4 Wochen vergangen und meine Periode startete... Und ich saß wieder bei meinem Gyn, er verschrieb mir daraufhin Esmya für 3 Monate und dann wäre ja eh schon der OP-Termin, welchen er sehr befürwortete.
Brav und artig habe ich daraufhin 3 Monate lang jeden Abend eine Tablette geschluckt, mit den Nebenwirkungen gekämpft aber hatte keine Blutungen mehr und auch keine Schmerzen. Innerhalb dieser 3 Monate ist das 5 cm - Myom auf 1 cm zurückgegangen, die anderen zwei liegen bei 3 cm. Die OP wurde abgesagt, da mit diesem Befund (Ultraschall beim Vorgespräch 1 Woche vor dem geplanten Eingriff) definitiv eine Schwangerschaft möglich wäre und ich solle mich in 6 Monaten wieder vorstellen, falls ich bis dahin doch nicht schwanger geworden sei. Das war im September. Meine Periode ist aktuell auszuhalten und mein Mann und ich sind am Üben.
Liebe Grüße und alles Gute
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Re: Myome

Postby Bibolina on 11 Feb 2017, 23:59

In vielen Fällen ist es möglich, auch mit Myomen schwanger zu werden. Allerdings kann es sein, dass dies durch Myome erschwert ist. Man kann sich leicht vorstellen, dass ein großes Myom in der Gebärmutterhöhle dem befruchteten Ei den Platz wegnimmt, um es anschaulich zu beschreiben. Es kann so zu einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit kommen, beispielsweise durch Verformung der Gebärmutter, Druck auf Eileiterabgänge oder den Gebärmutterhals und durch Durchblutungsstörungen der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch kann das Zusammentreffen von Eizelle und Spermien erschwert werden. Zusätzlich entstehen durch starke Blutungen und entzündliche Prozesse zusätzliche Hindernisse für die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Die Lage des Myoms ist entscheidend für den Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Myome im Inneren der Gebärmutter (submuköse Myome) und innerhalb der Gebärmutterwand (intramurale Myome) können die Fähigkeit, schwanger zu werden, in seltenen Fällen beeinträchtigen und das Austragen der Schwangerschaft behindern.
Bei Myomen außerhalb der Gebärmutterhöhle (subseröse Myome) ist dies nur in Einzelfällen problematisch. Genauso entscheidend, ob ein Myom die Fruchtbarkeit beeinflusst, ist die Größe sowie die Anzahl der Myome. Ein großes Myom oder mehrere Myome bergen ein höheres Risiko eine mögliche Schwangerschaft zu beeinträchtigen.
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Re: Myome

Postby trixis on 12 Feb 2017, 00:02

Wenn ein Kinderwunsch besteht, ist es das Ziel, der Gebärmutter bei der Myomtherapie möglichst wenig zu schaden. Daher sollten zunächst medikamentöse Therapien zum Einsatz kommen. Es kann sein, dass eine Operation notwendig ist. Hier kann eine medikamentöse Therapie als Vorbehandlung sinnvoll sein. Die medikamentöse Therapie sorgt meist für eine Verkleinerung der Myome und ermöglicht eine risikoärmere Myom-Entfernung, bei der die Gebärmutter weniger geschädigt wird. Es gilt: Je kleiner das Myom, desto weniger Beschädigung der Gebärmutter bei einer Operation und je kleiner das Myom, desto besser kann die Gebärmutter bei einer Operation erhalten bleiben. Eine genaue Lokalisation der Myome sowie eine umsichtige Therapieplanung ist entscheidend für den Erhalt der Gebärmutter.
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Re: Myome

Postby Windchen210 on 12 Feb 2017, 00:06

Zunächst können Myome überhaupt verhindern, dass eine Schwangerschaft eintritt, indem sie die Einnistung des Eies in der Gebärmutter stören. Myome können auch das frühe Wachstum des Embryos so stark stören, dass es zu einer Fehlgeburt kommen kann. Hat sich eine Schwangerschaft trotz eines Myoms erst einmal bis zur 12.-14. Schwangerschaftswoche entwickelt, läuft das Wachstum des Feten meist ungestört in der Schwangerschaft weiter. Schädigungen des Kindes durch Myome sind nicht zu erwarten und extrem selten. Es kann aber zu Frühgeburten kommen. Große Myome können den Gebärkanal verlegen, so dass ein Kaiserschnitt gemacht werden muss. Myome können in der Schwangerschaft sehr stark an Größe zunehmen, so dass es manchmal zu Schmerzen und Druckgefühlen kommt. Wann sollten Myome in der Schwangerschaft operiert werden? Myome sollten in der Schwangerschaft grundsätzlich nicht operiert werden, wenn es nicht lebensnotwendig für die Mutter ist. Eine Myomoperation in der Schwangerschaft ist immer ein sehr hohes Risiko wegen der starken Durchblutung der Gebärmutter und der Myome. Zusätzlich kann man durch eine solche Operation vorzeitige Wehen auslösen. Es gibt Hormone, die die Frau in die Wechseljahre versetzen. Diese Hormone bewirken, dass Myome manchmal schrumpfen. Sobald die Hormontherapie beendet wird, wachsen die Hormone allerdings wieder genauso stark, so dass eine solche Hormontherapie, die nebenwirkungsreich ist, nur für einen begrenzten Zeitraum Sinn macht. Andere Hormone wie Gestagene oder z. B. die Pille wirken sich nicht positiv auf das Hormonwachstum aus. Eine Myomdiät gibt es nicht. Auch in der traditionell chinesischen Medizin gibt es keine effektiven Therapien bei Myomen.
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Re: Myome

Postby Nala on 25 Jun 2017, 00:51

Ich habe guter Schwangerschaftsverlauf trotz 18cm Myome. Ich hatte am Anfang der Schwangerschaft winzig kleine. Die sind dann während der Schwangerschaft fast 20 cm groß geworden. Wir sind von einem Spezialisten zum nächsten und nur die wenigsten haben der Schwangerschaft überhaupt eine reale Chance gegeben. Ich kann Dir aber sagen, dass in meinem Fall (operiert werden konnte nicht mehr, das hätte das Baby nicht überlebt) alles total ohne Komplikationen verlaufen ist. Trotz dieser riesigen Ausmaße hatten wir keinerlei Probleme. Keine Schmerzen keine Unterversorgung alles ganz prima. Wir mussten halt nur einen Kaiserschnitt machen lassen. War aber auch ganz ohne Schwierigkeiten alles. Viele Ärzte wissen halt leider einfach nicht viel darüber, und raten einem dann gleich ab, zu Abbrüchen und so hatten wir alles durch. Unverschämtheit. Statt einfach zu sagen, ich hab keine Ahnung. Es lohnt sich auf jeden Fall sich mit Ärzten in Verbindung zu setzen die viel Erfahrung auf dem Gebiet haben und ja nicht! dem erstbesten Gynäkologen zu vertrauen. Sonst gäbe es meinen Sohn heute nämlich nicht, und der ist echt süß und kerngesund!
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Re: Myome

Postby Agnes.frankes on 10 Aug 2017, 22:10

Also da meine Frauenärztin mir sehr zur Myom Entfernung geraten hat. Mein alter Frauenarzt hingegen riet mir das ganze erst einmal zu beobachten. Aber er meinte er könne mir eine Klinik in München empfehlen. Da gebe es einen Arzt der fast garantieren würde, die Gebärmutter zu erhalten, falls ich es irgendwann benötigen würde. Aber erst mal würde er das Myom einfach nur beobachten. Habe hierfür leider keine Adresse da es ja erst mal nicht notwendig ist. Habe von der Klinik an sich bislang einiges gutes gehört. Wie die Behandlung wirklich ist kann ich dir leider nicht sagen aber kannst ja mal wegen Information einfach nachsehen. Die bieten eine Magnetresonanzgeführte (MR) Therapie an - ohne OP! Fand es würde sich interessant anhören... aber habe halt nur die Infos und kann dazu nicht mehr sagen. Hoffe ich konnte dir dennoch weiter helfen. Liebe Grüße
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