Pflegekind

Pflegekind

Postby Ruth on 13 Feb 2016, 17:25

ich interessiere mich zu Zeit für das Thema "Pflegekind". Wer hat schon Erfahrung damit? Wie schwer ist das? wie das alles finanziell aussieht? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das das Kind nicht weg genommen wird und und und….danke
Ruth
 
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Re: Pflegekind

Postby Pika4u on 13 Feb 2016, 17:29

Also da ich selber seit 20 Jahren Pflegekind bin und meine Pflegeelter selber noch zwei Pflegekinder haben, weiß ich doch gut bescheid. Kein Kind wird einfach so einer Familie weg genommen da müßen schwere Gründe sein. Und wenn erstmal so einen Pflegschaft zu stande kommt ist es den Eltern ganz schwer Sie wieder zu bekommen die Kinder kommen meist aus ganze schlimmen Familien wo die Kinder nicht mehr zurück kommen können.
Es gibt auch zwei Arten einmal die Adoption das heißt sie werden der Vormunt und eimal dei Pflegschaft das heißt das Jugenamt ist das Vomunt so wie bei mir auch gewesen ich weiß das meine Eltern es versucht hatten aber es nich geklappt hatte weil sie mich nicht ernähren hätten konnten!Die warscheinlichkeit ist sehr niedrig das die Eltern ihr Kind zurück bekommen ich würde sagen eins zu tausend weil warum geben die Eltern ihre Kinder ab weil sie, sie nicht mehr für Sie sorgen können? Machen sie sich nicht so ein Kopf das klappt!
Pika4u
 
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Re: Pflegekind

Postby Siri on 13 Feb 2016, 17:37

Meine Freundin lebt seit ihren 3. Lebensjahr in einer Pflegefamilie und wie ich weiß, ist sie unendlich dankbar darüber, dass es so Menschen gibt. Ihre richtige Mutter wollte sie damals nicht und hat sie beim Jugendamt abgegeben. Wenn ein Kind erstmal in einer Pflegefamilie ist, dann bleibt es in der Regel auch dort, es sei den es kann selbst frei entscheiden, wo es leben möchte. Das Jugendamt versucht das Beste für ein Kind zu wollen, deshalb nehmen sie das Kind nur wieder aus der Familie, wenn es nicht gut verpflegt wird usw. Ihr habt dann fast jeden Monat (vielleicht auch nur 1-2-mal im Jahr, je nach Situation des Kindes) Gespräche mit der Betreuerin. Was für alle aber nur zum Vorteil ist. Ich glaube, dass es für alle am Anfang schwierig wird. Nicht jedes Kind ist einfach. Sie werden ja nicht ohne Grund aus der Familie genommen. Man weiß nie genau, was dieses Kind erlebt hat. Aber informiere dich doch einfach mal selbst beim Jugendamt. Später möchte ich auch ein Pflegekind oder Adoptivkind haben...
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Re: Pflegekind

Postby Engeline on 13 Feb 2016, 17:49

Die Jugendämter arbeiten unterschiedlich. Ich würde mich mal bei Pflegeeltern aus Deiner Region informieren, wie diese mit der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zufrieden sind. Lass Dir vom JA Kontaktadressen geben. Weitere Informationsquellen: Moses-online im Internet, Pflegeelternschule-bawue, Stiftung zum Wohl des Pflegekindes. Gerne kann ich Dir auch Bücher empfehlen, wenn Du willst. Ich persönlich finde es sehr schwer, Pflegeeltern zu sein, denn es ist nicht nur das Kind, das zum Betreuen da ist, nein, die ganz großen Schwierigkeiten sind die, dass Du als Pflegeeltern das ganze Behördliche und die Herkunftsfamilie Deines Pflegekindes unter einen Hut bringen musst. Da kann es zu sehr unterschiedlichen Meinungen kommen. Man muss als Pflegeeltern immer das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellen und danach handeln, wenn die Fachleute dies genauso sehen und die Herkunfsteltern könnte groß nichts schief laufen, aber in der Realität sieht dies leider oft genug anders aus. Ich habe viele Pflegeeltern kennengelernt und spreche aus Erfahrung. Trotzdem, Kopf hoch und Mut dazu, denn es muss solche Menschen wie Dich und mich geben, die bereit sind, ein Pflegekind bei sich aufzunehmen, da sonst alle diese benachteiligten Kindern in Heimen landen würden.
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Re: Pflegekind

Postby Lisa_vogt on 13 Feb 2016, 18:06

Meine Reitlehrerin hat zwei Pflegekinder (Geschwister) und ist super glücklich damit. Probleme ergeben sich aber immer dann wenn die Kinder Kontakt mit der leiblichen Mutter hatten. Auch stelle ich es mir schwer vor wenn man das Kind dann irgendwann wieder hergeben muss. Ein anderer Bekannter von mir hat auch zwei Pflegekinder die er jetzt für immer behalten (klingt etwas doof in dem Zusammenhang) darf. Er ist jetzt super glücklich, hat sie adoptiert. aber die Jahre der Ungewißheit waren schlimm für ihn.
Wir (32 und 36 Jahre) möchten auch im nächsten Jahr einen Antrag beim Jugendamt stellen, dann ist unser Haus fertig, und somit genügend Platz zum spielen und toben. Unser eigenes Kind ist 2 Jahre alt, aber ich darf aus gesundheitlichen Gründen auf gar keinen Fall mehr eins haben. Seit dem läst uns der Gedanke nicht mehr los, ein Pflegekind (oder evtl. ein Geschwisterpaar) aufzunehmen. Ich Google seit einem Jahr durchs Net um Informationen, usw. zu sammeln. Ein guter Bekannter ist Sozialpädagoge und meint die Vorraussetzungen dafür sind bei uns viel mehr als erfüllt, also steht dem wohl nichts mehr im Wege. Es ist doch ein tolles Gefühl einem Kind die Liebe und Geborgenheit zu geben, die es verdient, aber nie bekommen hat. Wir würden uns allerdings nur für eine Langzeitpflege bewerben, dann stehen die Chancen gut, das Kind möglichst lange (oder für immer) zu behalten.
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Re: Pflegekind

Postby Agnes.frankes on 13 Feb 2016, 18:18

Hallo, ich schreibe jetzt mal wie es bis jetzt gelaufen ist.
Also das Kind war am Anfang voll der Engel. Dann hat sie sich an uns gewöhnt und dann kamen schon ein paar tolle Sachen, z. B. Kleidung und Bettwäsche zerschneiden, bockig sein, dauernd beleidigt, voll zornig mit Türenknallen usw. Sie ist jetzt ca. 4 Monate bei uns und ich muß sagen, im Moment läuft es ganz gut. Sie macht schon länger nicht mehr ins Bett, auch sonst läßt sie sich ganz gut leiten. Sie hatte mindestens 10 Kilo Übergewicht, wobei wir nur durch normales Essen auch mit Naschen und manchmal Limo trinken schon 6 Kilo abgenommen haben. Als sie zu uns kam, passten ihr noch nicht einmal Hosen meiner fast 13 jährigen Tochter. Jetzt ist sie selbst schon stolz, daß sie schon merkbar abgenommen hat. Ich muß dazu sagen, daß sie voll die Eßstörungen hat. Sie stopft sich die Backen voll, (es ist immer genug zu essen da und sie kann auch von allem essen), dann zerkaut sie die Sachen und bekommt sie nicht runtergeschluckt.
Wir haben sie ja erst mal bis Februar bekommen, bis dahin sollte ein Gutachten erstellt werden wie es weitergeht. Wir sind alle ganz schön gespannt ob sie bleibt oder ob sie wirklich wieder zu ihrer Mutter zurückkommt (was wir voll Mist fänden, weil sich bisher noch nicht viel an der Lebenssituation der Eltern geändert hat). Wie gesagt, jetzt kommen wir auch ganz gut miteinander aus. Sie verspricht sich auch öfter und sagt Mama und Papa zu uns. Wir haben sie auch lieb gewonnen, sie kommt auch ganz oft an und will schmusen oder sie drückt mich, daß mir fast die Luft wegbleibt. Sie selber sagt aber, sie möchte trotzdem zu ihrer Mutter zurück. Meistens ist sie nach den Kontakten immer voll durcheinander, ihr ist schlecht oder sie hat Bauchweh (weil vollgestopft mit Essen). Danach ist sie meistens sehr bockig oder auch trotzig.
Agnes.frankes
 
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Re: Pflegekind

Postby Nala on 14 Sep 2017, 00:33

Meine Freundin lebt seit ihren 3. Lebensjahr in einer Pflegefamilie und wie ich weiß, ist sie unendlich dankbar darüber, dass es so Menschen gibt. Ihre richtige Mutter wollte sie damals nicht und hat sie beim Jugendamt abgegeben. Wenn ein Kind erstmal in einer Pflegefamilie ist, dann bleibt es in der Regel auch dort, es sei denn es kann selbst frei entscheiden, wo es leben möchte. Das Jugendamt versucht das Beste für ein Kind zu wollen, deshalb nehmen sie das Kind nur wieder aus der Familie, wenn es nicht gut verpflegt wird usw. Ihr habt dann fast jeden Monat (vielleicht auch nur 1-2-mal im Jahr, je nach Situation des Kindes) Gespräche mit der Betreuerin. Was für alle aber nur zum Vorteil ist. Ich glaube, dass es für alle am Anfang schwierig wird. Nicht jedes Kind ist einfach. Sie werden ja nicht ohne Grund aus der Familie genommen. Man weiß nie genau, was dieses Kind erlebt hat. Aber informiere dich doch einfach mal selbst beim Jugendamt. Später möchte ich auch ein Pflegekind oder Adoptivkind haben...
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