Bedingungen für Adoption

Bedingungen für Adoption

Postby Windchen210 on 10 Jun 2016, 19:08

Ich will ihnen fragen, welche Bedingungen braucht man, um ein Kind zu adoptieren? Meinerseits ist das der festen Job, Gutes Einkommen, kindergerechte Wohnung, gute Sozialprognose und Gutes Umfeld. Eine Freundin von mir, die in Kolumbien adoptiert haben, musste unterschreiben (das wurde von Kolumbien so gefordert), dass in den nächsten 6 Jahren keinerlei Sozialleistungen für das Kind beantragt werden.
Sie hat alle Unterlagen sowohl in spanischer Ausführung und ins deutsche übersetzt.
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Re: aus Not adoptieren?

Postby yourAngel on 10 Jun 2016, 19:10

Um ein Kind gemeinsam zu adoptieren, müssen die Annehmenden miteinander verheiratet sein. Dabei muss ein Ehepartner mindestens 25 Jahre alt sein und der andere das 21. Lebensalter vollendet haben. Alleinstehende sollen das 25. Lebensjahr vollendet haben.
Der Altersunterschied zwischen den Adoptiveltern und den Adoptivkindern soll einem natürlichen Eltern-Kind-Altersverhältnis entsprechen. Adoptiveltern sollten über die erforderliche persönliche Reife, Einfühlungsvermögen und Problembewusstsein für diese besondere Form der Familienbildung, aber auch über ein gesichertes Einkommen sowie über ausreichend Wohnraum verfügen.
Es dürfen keine gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen bestehen.
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Re: Bedingungen für Adoption

Postby trixis on 10 Jun 2016, 19:43

Die Anforderungen an Adoptiveltern können in meinen Augen nicht hoch genug sein. Angesichts dessen, dass es wohl eine große Zahl von H-Eltern, v.a. H-Müttern gibt, die ihr Kind gerade deshalb zur Adoption geben "mussten", weil ihnen die finanziellen Möglichkeiten, Betreuungsmöglichkeiten, etc. fehlten, kann es im Grunde nicht sein, dass andere zu Eltern gemacht werden, denen man dann soziale Unterstützung zusagen muss. Skeptisch sehe ich in diesem Zusammenhang auch die finanzielle Unterstützung sog. Pfelegeltern, die für das in Pflege genommene Kind, meist mehr größeren finanziellen Rückhalt erhalten als für eigene Kinder oder für den potentiell ausgeübten Job? Aber das ist ein anderes Thema.
Gerade wenn Kinder außerordentliche Trennungs-Traumata zu verarbeiten haben, verlangen diese den annehmenden A-Eltern erhebliches Engagement ab, für die sie im Grunde in erhebliche Masse sensibilisiert, wenn nicht sogar psychologisch ausgebildet werden müssten.
Auf ein zu vermittelndes A-Kind kommen in Deutschland in etwa 7 bis 8 Bewerber-Paare (kann man nachlesen). Sicherlich können auch Alleinerziehende hervorragende erzieherische Leistungen vollbringen, für die Sondersituation einer Adoption ist es doch wünschenswert, wenn einerseits zu beiderseitiger Entlastung als auch vorbildhaft zwei Menschen ein Kind begleiten und erziehen können.
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Re: Bedingungen für Adoption

Postby Windchen210 on 10 Jun 2016, 19:47

Hallo, trixis! Finde persönlich noch dazu, dass die Adoeltern eine psychologische Ausbildung absolvieren sollen in der Wartezeit von 2-3 Jahren. so das sie wirklich darauf vorbereitet sind.
Es erscheint zu hart und auch für A- eltern sicherlich zu unmenschlich, denn sie sind ja auch nur Menschen aber die beste fundierte Ausbildung würde ihnen einfach das Fachwissen geben, auf was sie achten müssen und auf was sie sehen müssen. Nicht alle Kinder sind pflegeleicht und lieb bei Adoption. Ich finde je nach dem Schweregrad der Störungen, der Baby etc. ist dieses Studium unausweichlich.
Auch eine 5 jährige Nachbetreeung vom JA und oder Fürsorge oder Psychologe wäre angebracht damit keine Adoptionsbewerber auf die Idee kommen nur die Zeit wo sie unter Beachtung stehen, lieb zu Tun und später sich sehr zu verändern. 5 Jahre ist eine menschliche Zeit der Dauerkontrolle damit alles besser läuft denn 5 Jahre hält niemand aus zu spielen und Theaterstücke aufzuführen. Das ist wieder nur reine Allgemeinheit und münzt auf niemanden persönlich aber es geht ja nur ums Kindeswohl und dafür muss man alles machen. Das wäre bei der Petition noch einzufügen. Mich würde es freuen wenn es doch so käme. Endlich Gerechtigkeit und Psychologische Unterstützung im Prozess der Adoption und 5 Jahre danach.
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Re: Bedingungen für Adoption

Postby trixis on 10 Jun 2016, 19:49

Ich denke oder glaube zumindest, dass von Seiten der JA doch einiges unternommen wird, um die potentiellen Eltren-Paare auf die Annahme eines fremden Kindes vorzubereiten. Da man, Gottlob, aber nicht weiß, aus welchen Gründen in absehbarer Zukunft ein Kind in einer anderen Familie als in der leiblichen aufwachsen muss, muss die Vorbereitung zwangsläufig allgemein sein. "Nachsorge" muss dann greifen.
Auf der anderen Seite ist es für die Entwicklung eines Kindes sicherlich auch sehr förderlich, wenn die A Eltern so normal wie möglich an die Sache herangehen können. Als Adoptierte habe ich selbst erfahren müssen, dass meine A-Eltern bei jeder "Ungereimtheit" einen Psychologen zu Rate gezogen haben, was mich mit zunehmendem Alter und der damit verbundenen Zunahme des Reflexionsvermögen, auch etwas "irritiert" hat.
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Re: Bedingungen für Adoption

Postby tilda on 10 Jun 2016, 19:51

Ich kann mich zurzeit nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden, dass jedes Bewerberpaar eine psychologische Grundausbildung bekommt.
Wie trixis schon beschrieb, kann das auch nach hinten losgehen, so dass ein normales Familienleben kaum noch möglich ist.
Ich denke, dass die A-Bewerber heutzutage sehr gut darauf vorbereitet werden, wie das Leben mit einem angenommenen Kind laufen kann. Es gibt Seminare, Hausbesuche, den Sozialbericht... Eigentlich sollten sie gut vorbereitet sein. Eine pflichtmäßige Weiterbetreuung finde ich auch nur sinnvoll, wenn sich zeigt, dass die A Eltern Probleme mit dem Kind haben.
Aber sie sollten schon ein immerwährendes Recht auf Nachsorge haben!
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Re: Bedingungen für Adoption

Postby Pika4u on 11 Sep 2017, 19:40

Um ein Kind gemeinsam zu adoptieren, müssen die Annehmenden miteinander verheiratet sein. Dabei muss ein Ehepartner mindestens 25 Jahre alt sein und der andere das 21. Lebensalter vollendet haben. Alleinstehende sollen das 25. Lebensjahr vollendet haben. Der Altersunterschied zwischen den Adoptiveltern und den Adoptivkindern soll einem natürlichen Eltern-Kind-Altersverhältnis entsprechen. Adoptiveltern sollten über die erforderliche persönliche Reife, Einfühlungsvermögen und Problembewusstsein für diese besondere Form der Familienbildung, aber auch über ein gesichertes Einkommen sowie über ausreichend Wohnraum verfügen. Es dürfen keine gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen bestehen.
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