Adoption als Single

Re: Adoption als Single

Postby Mefistofel on 28 Jun 2016, 15:05

Mich beschäftigt seit einer Weile dieses Thema auch...
Ich werde bald 35 und bin Single. Meine letzte wahre Beziehung (4 Jahre) ist vor ca. einem Jahr zu Ende gegangen. Es ist bei mir so, dass ich sehr schwer einen tollen Mann kennen lerne, also kalkuliere ich auch keine Partnerschaft für die nächsten Jahre, auch wenn ich es mir natürlich wünschen würde... aber ich bin da ganz realistisch. Also plane ich meine Zukunft ohne Mann.
Und so komme ich zum eigentlichen Thema: Kinder!
Mein persönlicher Wunsch-Lebensweg war es immer einen Beruf zu erlernen, zu arbeiten, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Der klassissche Weg eben. Wenn das Heiraten nun wegfallen sollte, bleibt trotzdem der Wunsch ein Kind gross zu ziehen. Der Gedanke ein Kind mit einem geliebten Menschen auf die Welt zu setzen ist natürlich sehr schön, ein Kind zu adoptieren war für mich aber auch immer eine Option. Eine künstliche Befruchtung schliesse ich für mich aus, obwohl meine Schwester mir eine schöne Klinik irgendwo in der Ukraine geratet hat.
Es gibt so viele kleine Kinder, die gern eine Mama hätten. Und ich denke, ich wäre eine gute Mutter. Ich selber habe sehr viel Liebe und Fürsorge mitbekommen und würde diese gerne weitertragen.
Ich denke, dass sich die eine oder andere Frau ebenfalls in meiner Situation befindet und ich würde mich da sehr gerne austauschen. Ich weiss, dass es schwer ist, vor allem als Single, zu adoptieren... aber ich beginne nun mich über das Thema zu informieren.
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Re: Adoption als Single

Postby naDin on 28 Jun 2016, 15:10

Ich kenne durchaus Singles, die adoptiert haben, das ist nicht unbedingt das Problem. Schwierig wird es nur, wenn man als Single (wie auch als Paar) ein "unauffälliges, weißes Baby" haben möchte, denn die Kinder, die man tatsächlich adoptieren kann, sind eher älter (ab ca. 4 Jahre) und nicht unbedingt aus Deutschland. Bei den Vereinen AdA in München oder Eschborn oder auch anderen Auslandsvermittlungsstellen kann man sich auch als Single um eine Adoption bewerben. Aber es werden dort legal eben nur Kinder vermittelt, die auch wirklich Eltern brauchen und das sind eher die älteren, nicht unbedingt ganz gesunden Kinder. Hier wird nicht für Eltern ein passendes Kind gesucht, sondern es wird nach passenden Eltern für das jeweilige Kind gesucht. Das kann durchaus auch eine Single-Mama sein, wenn sie trotzdem die Vorraussetzungen, die an Adoptiveltern gestellt werden, erfüllt. Dazu gehört vor allem, dass man als Mama mindestens 1 Jahr mit dem Kind zuhause bleiben kann, um eine richtige Eingewöhnung mit gutem Bindungsaufbau des Kindes zu gewährleisten. Alle Adoptivkinder bringen Schwierigkeiten mit - ob man denen gewachsen ist, kann man leicht feststellen, wenn man sich auf den zugegeben langwierigen, aber nicht unmöglichen Weg der Adoption einläßt!
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Re: Adoption als Single

Postby omega on 28 Jun 2016, 15:12

klar ist es schlechter, wenn ein kind nur ein "elternteil" hat, andererseits gibt es zahlreiche alleinerziehende, die ihre aufgabe besser erfüllen, als so manch eine heile familie. ich verstehe es auch nicht, denn ich bin absolut dafür, dass soetwas möglich gemacht werden sollte. ich kann dir nur raten, klemm dich dahinter und gib nicht auf! vielleicht bist du diejenige, die endlich mal eine veränderung diesbezüglich bewirkt. denn was ist besser für ein kind? ein aufwachsen im heim, oder aufwachsen bei einer liebenden person mit freunde, bekannte und den kindern derer? es werden sicher viele gegen mich sprechen... aber ich denke, das man in solchen dingen individuell entscheiden sollte und nicht stur nach familienstand und einkommen etc...
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Re: Adoption als Single

Postby yourAngel on 15 Apr 2017, 23:17

Hallo. Ich bin ebenfalls alleinstehend und hatte eine lange Zeit des Wartens und künstlicher Befruchtungen. Mittlerweile habe ich einen Sohn und Tocter, schon fast drei Jahre bei mir. Ihre Mutter ist leider kurz nach seinem Geburt verstorben und Ihr Vater ist dankbar für jeden Tag an dem seine Engel gut versorgt und glücklich bei mir leben dürfen. Falls bei Ihnen auch eine Auslandsadoption in Frage kommt, bin ich guter Dinge euch auf diesen steinigen Weg helfen zu können. Dieses ist oft schneller möglich. Wichtig hierbei ist allerdings vor allem dass du gut auf ein solches Baby vorbereitet bist. Damit meine ich keineswegs nur im materiellem, sondern Mental. Hierzu gibt es auch sehr ausführliche Vorbereitungskurse oder Hilfen des Jugendamtes, da nach der Adoption oft unerwartete Fragen auftauchen. Liebe Grüße und viel Glück!
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Re: Adoption als Single

Postby Agnes.frankes on 10 Aug 2017, 22:11

Ich bin auch alleinerziehend und habe 2 Pflegekinder, da ich eigene Kinder bekommen kann und auch einen eigenen Sohn habe, stand für mich fest das die Pflegekinder bereits älter sein sollten. Ich persönlich finde, dass die Frauen, die selbst keine eigenen Kinder bekommen können, das Recht auf ein möglich kleines Kind haben, ich weiß, dass diese Frauen sich nichts mehr wünschen und dass diese Kinder dort ein gutes Leben haben werden ...Leider sind die Kinder, die schon etwas älter sind meistens im Nachteil, mein Junge war 5 als das erste Kind zu uns kam, er war bereits 8 und trotzdem waren die Beiden ein Herz und eine Seele. Leider ging der Junge nach 1.5 Jahren wieder zu seiner Mutter zurück! 5Monate später kam der nächste Junge fast 8 und im Mai kam der Grosse13...alle haben viel durch gemacht in ihrem jungen Leben und alle haben mein Leben bereichert. Ich bin stolz auf meine Kinder und gerade wenn man bereits eigene Kinder bekommen durfte, weiß man wie wichtig auch die älteren Kinder sind, egal in welchem Alter sie brauchen, sie freuen sich alle über eine Mama! Ich wünsche dir ganz viel Erfolg
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Re: Adoption als Single

Postby Pika4u on 27 Sep 2017, 21:40

Sicherlich ist es nach der Deutschen Gesetzeslage möglich zu adoptieren, wobei immer noch das Problem des Eignungstest besteht, denn nicht jeder besteht aber ich denke, dass dies auch etwas an der Willkür der Sozialarbeiterinnen besteht. Dann wäre die Frage, haben Sie ein Kind das zur Adoption freigegeben ist und natürlich kommt hinzu die lange Wartezeit, das ist eigentlich das Schlimmste was viele Eltern bemängeln... das alles so unendlich lange dauert. Und das Kriterium dass das Jugendamt viel lieber an Ehepaare vermitteln, mit der Begründung, was machen Sie wenn Sie krank sind usw. Wir können uns darüber gerne Unterhalten da ich mich mit diesem Thema seit Jahren befasse!
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