Adoption für homosexuelle

Re: Adoption für homosexuelle

Postby Mefistofel on 29 Jun 2016, 20:01

Ein weiteres Kontra bei einer Adoption wäre noch zweifellos, dass die Kinder von Homosexuellen in Schulen ausgeschlossen und fertiggemacht werden. Man soll sich als Homosexueller gut überlegen, ob man einem Kind so etwas antun will. So wirklich gut ist eine Adoption also vielleicht doch nicht.
Ich will damit jetzt keine Homosexuellen beleidigen. Ich persöhnlich habe ja nichts dagegen aber man kann nicht bestreiten, dass Homosexuelle teilweise anders behandelt werden.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby naDin on 29 Jun 2016, 20:11

Die Argumente sind alle toll. Aber dennoch kann ein Mann keine Frau ersetzen und umgekehrt. Was ist dann, bitte, mit den Kindern, die nur mit einem Elternteil groß geworden sind? Aufgrund Scheidung, Tod usw. Die haben es auch alle geschafft, nur mit Vater oder nur mit Mutter groß zu werden. Geschadet hat es ihnen scheinbar nicht. Das Adoptionsrecht zu verbieten ist einfach falsch. Denn damit stellt man die rechte zwei Homosexueller, nur weil sie anders sind, unter die Rechte Heterosexueller. Soviel zu 'Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich...' Die Religionen sind schon grundsätzlich gegen Homosexualtiät und das ist Blödsinn. Z.b. im Pastafarinismus ist es vollkommen egal, ob du nun Männer oder Frauen bevorzugst.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby omega on 29 Jun 2016, 20:15

Ich kenne persönlich Menschen, die mit gleichgeschlechtlichen Eltern aufgewachsen sind und mir fällt absolut nichts ein, was sie in ihrer Art und Weise von Kindern aus hetero-Elternhäusern unterscheidet. Außer natürlich, dass sie um einiges toleranter und offener sind, als viele andere Kinder. Dumme Kommentare gibt es immer, aber das liegt ja nur daran, dass andere Menschen so ignorant und heterosexistisch sind.
Wenn Sie sich also Sorgen um Mobbing gegenüber Kindern von homosexuellen Eltern machen, dass sollten Sie sich vielleicht überlegen, Ihren Kindern beizubringen, wie man sich als anständiger Mensch verhält, nämlich dass man andere Kinder nicht mobbt?! Ist das denn so schwer? Absolut alle Argumente, die Menschen gegen das Adoptionsrecht von homosexuellen Paaren vorbringen, sind entweder komplett uninformiert oder einfach nur ignorant und an veralteten Werten gemessen.
Vorherrschende religiöse Sichtweisen sollten in keiner Weise einen Einfluss auf das Adoptionsrecht von Homosexuellen haben. Religion ist eine persönliche Angelegenheit und klar, jeder darf an das glauben woran er will, aber niemand hat das Recht, durch seinen Glauben das Leben von anderen einzuschränken. Man sollte meinen, dass das heute jeder verstanden hat, aber dem ist ja offensichtlich nicht so. Es gibt meiner Meinung nach absolut nichts, was gegen das Adoptionsrecht von Homosexuellen spricht. Und da ja so viele von Ihnen heterosexuelle Eltern so hoch loben, wie erklären sie sich die vielen zerbrochenen Haushalte, die hohe Rate an häuslicher Gewalt etc.? Klar man kann sagen, dass das alles nur Ausnahmen sind, aber die Sexualität von Menschen hat schlicht und einfach nichts mit ihrer Qualität als Eltern zu tun.
Warum wollen sie Kindern, die ohne Adoption ohne Eltern auskommen müssten, ein glückliches und sicheres Leben verwehren, nur weil die Eltern möglicherweise, homosexuell sein könnten? Das ist doch kompletter Schwachsinn.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby paprik_a on 29 Jun 2016, 20:19

Adoptiert wird, da ist es egal, ob das Pärchen Heterosexuell ist oder Homosexuell. Es kommt darauf an, was das Pärchen im sozialen Umfeld zu bieten hat. Jedoch haben Homosexuelle es in der Gesellschaft schwerer, was nicht ihre schuld ist, sondern weil Homosexualität verpöhnt ist. Deswegen könnte es sein das Adoptivkinder, die unter Homosexuellen aufwachsen es schwieriger haben.
Ich findees einfach nur desaströs und menschenverachtend zu behaupten, Homosexualität sei nicht normal. Homosexualität ist eine Neigung, die genetisch bedingt ist, ergo ist es normal. Es ist weder eine Krankheit, noch irgendetwas in der Art. Aus dem Grund sollte die Mehrheit der Gesellschaft Homosexuellen in der Gesellschaft helfen und nicht wie einige es nur aus Glaubensgründen ablehnen. Es handelt sich um Menschen, die bloß eine sexuelle Neigung haben, die 90% der Gesellschaft nicht haben. In der Tierwelt gibt es auch Homosexualität. Jeder aufgeklärte und vernünftige Mensch sollte in der Gesellschaft dazu beitragen, dass diese Menschen sich nicht mehr fürchten sollten ihre Neigung preis zu geben. In dem man sagt, dass Homosexualität nicht normal sein, bewirkt man erstens gegenteiliges und zweitens widerspricht man den Fakten.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby Pika4u on 29 Jun 2016, 20:46

Ich bin gegen das Adoptionsrecht für Homosexuelle. Immer wenn ich das jemandem sage, werd ich schief angeschaut und als untolerant oder konservativ bezeichnet. Heutzutage scheint es unnormal zu sein, wenn man dagegen ist. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Homosexuelle. Aber das Kinderkriegen hat die Natur eben nur für Mann und Frau gemeinsam vorgesehen. Ich glaube auch, dass es den Kindern sehr unangenehm ist wenn in der Schule rauskommt das derjenige zwei Väter bzw. zwei Mütter hat. Und eine Frau kann einen Vater genauso wenig ersetzen wie ein Mann eine Mutter.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby Ruth on 29 Jun 2016, 20:49

Es kommt auf die Bezugspersonen an. Ein Kind kann bei einem gleichgeschlechtlichen Paar sehr wohl und sehr glücklich aufwachsen. Das müssen nicht immer die biologischen Eltern selbst sein. Ein schwules Paar mit einem intakten stabilen Freundeskreis bietet dem Kind mehr, als so manche Kleinfamilie. Das Kind braucht Rückendeckung. Wenn es Selbstbewusstsein mitbekommt, dann können die kleinen Schulkollegen labern, was sie wollen, das Kind steht zu seinem Elternhaus mit den zwei Müttern oder den zwei Vätern!
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby Siri on 29 Jun 2016, 20:52

Wenn ein kind mit zwei Vatern in der Schule dumm angeschaut wird, dann liegt das eher daran, dass den Kindern zuhause oft vorgelebt wird, dass Homophobie ok wäre. Wenn Kinder sich gegenseitig beschimpfen, muss die Konsequenz sein, dass der Lehrer und Eltern einschreiten und nicht, anderen die Fähigkeit abzusprechen Kinder zu erziehen.
Und wie sollen Kinder einen Toleranten Umgang mit anderen Lebensstilen erlenen, wenn wir alles Mögliche tun, um sie ja davon fernzuhalten?
Mich amüsiert es am meisten, dass in dieser Diskussion nie die Kinder gefragt werden. Vor kurzem habe ich im Magazin ein tolles Interview mit 4 Jungen erwachsenen gelesen, die bei Homosexuellen Paaren aufgewachsen sind. Sie wurden nie gehänselt oder benachteiligt und haben keinen Schaden davon getragen
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby tilda on 29 Jun 2016, 20:58

Kinder bei gleichgeschlechtlichen Eltern sind nicht alle unglücklich und bedauernswert!
Und sie werden auch nicht alle gehänselt. Es kommt ganz auf das Umfeld an! Wenn in der Schule damit offen umgegangen wird, dann gibt es keinen Grund, solche Kinder zu hänseln. Es ist Aufgabe der Lehrkräfte, Hänseleien im Keim zu ersticken. Der Meinung bin ich.
Es ist auf jeden Fall immer ein Wunschkind und es wird von seinen gleichgeschlechtlichen Eltern gefördert und es lernt von klein auf an, tolerant zu sein. Ich wage, zu behaupten, dass der Bildungstand in solchen Haushalten prozentual höher ist. Das ist doch gut, oder? Das Kind lernt, dass auch andere Lebensformen möglich sind. Was macht es denn noch für einen Unterschied heutzutage, ob das Kind nun von Homo-Eltern oder von anderen Eltern im Kindergarten abgeliefert wird? Die meiste Zeit wird es leider doch sowieso von fremden Personen betreut. Aber das ist ein anderes Thema..
Warum sollen gleichgeschlechtliche Paare nicht das Glück haben, ein Kind aufzuziehen? Das erschließt sich mir nicht so ganz. Man kann das mögen oder nicht, einmischen oder gar verhindern, das steht keinem zu!
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby trixis on 30 Jun 2016, 12:57

Man muss das Problem aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Nicht aus der Sicht des Paares, das einen Rechtsanspruch auf ein Adoptivkind möchte. Sondern aus der Sicht eines Kindes, das Eltern braucht. Man konstruiert damit etwas, was die Bedeutung der Elternschaft, der Begriffe Vater und Mutter verändert. Wie kommen wir aus diesem Dilemma heraus? Wir sollten auf Einzelfälle schauen, darauf, was die Probleme und Sorgen der einzelnen Personen sind, statt die Norm zu ändern.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby Windchen210 on 30 Jun 2016, 13:03

Meine Schwester ist lesbisch und sie wussten mit ihrer Frau schon früh, dass sie gern Kinder haben möchten. Sie sagte auch, dass sie gern selbst schwanger werden möchte. Meine Schwester sah sich eher in der Rolle der Co-Mutter. Ihre Frau hat dann die rechtlichen Eckdaten geklärt und nach langem Herumfragen einen Mann gefunden, der bereit war, der Vater ihres Kindes zu werden. Die Zeugung des Kindes hat indirekt stattgefunden, der Vater stellte sein Sperma in einem kleinen Behälter zur Verfügung.
Wichtig war den beiden außerdem, dass der Vater auch bereit war, Kontakt zu seinem Kind zu halten. Das klappt auch sehr gut. Inzwischen haben sie schon zwei Kinder vom selben Mann und er ist auch der Vater des dritten Kindes, mit dem die Frau meiner Schwester gerade schwanger ist. Er hat inzwischen geheiratet, und auch seine Frau ist mit einbezogen und einverstanden mit seiner Entscheidung.
Andere lesbische Paare bevorzugen In-vitro-Fertilisation, bei der eine befruchtete Eizelle eingesetzt wird, oder auch die Insemination, bei der Sperma in die Gebärmutter eingeführt wird. Jedoch ist es für sie oft schwer, in Deutschland dafür einen Arzt zu finden, auch wenn dies gesetzlich erlaubt ist. Viele Ärzte lehnen das ab, und einige Landesärztekammern sprechen sich in ihren Standesregeln ausdrücklich dagegen aus. Frauen können in die Niederlande oder die USA ausweichen, wo diese Verfahren leichter möglich sind.
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