Adoption für homosexuelle

Re: Adoption für homosexuelle

Postby yourAngel on 30 Jun 2016, 13:07

Erlaubt ist seit 2006 die so genannte Stiefkindadoption, und nur in Frankreich. Hat ein Partner bereits ein Kind aus einer vorherigen Beziehung, darf der andere Partner adoptieren. Eine Adoption als Paar ist aber ausgeschlossen.
Tatsache ist, dass es sich gar nicht lohnt, über Adoption zu sprechen, gleichgeschlechtlich oder nicht. Für jedes zur Adoption freigegebene Neugeborene gibt es 40 adoptionswillige Paare. Es entwickelt sich einen Babymarkt. Es werden Babies auf offener Straße für den Weiterverkauf in reichen Ländern gestohlen. Es werden Frauen bezahlt, um fremde Babies auszutragen. Dies stellt eine besonders schlimme Form der Ausbeutung des Frauenkörpers dar (auch gennnant als Prostitution), weil dabei nicht zwei Geschäftspartner involviert sind, sondern auch eine Person, die darin keine Entscheidungsmacht hat: das Baby.
Ein Kind ist ein Mensch und keine Ware. Es gibt zwar das Recht auf das eigene Kind, aber es gibt kein Anspruch auf das Kind einer anderen. Adoption ist dafür da, um Familien für Kinder zu finden, die keine haben. Nicht um Kinder zu produzieren für Leute, die gerne welche haben.
Jeder Mensch hat das Recht auf die eigene (biologische) Identität.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby Bibolina on 02 Jul 2016, 20:18

Ich bin ganz klar dafür, es muss eine Gleichstellung zu Heterosexuellen Paaren geben. Es sollten die gleichen schweren oder weniger schweren Bedingungen gelten, wie bei Hetero Paaren, wenn Gleichgeschlechtliche gemeinsam ein Kind adoptieren wollen. Auch sollte natürlich bei Homosexuellen Paaren, die in einer Lebenspartnerschaft leben selbstverständlich sein, dass der andere Partner automatisch ein Elternteil ist und es entweder sofort mit Adoptieren oder es bei der Geburt wird. Und ich bin auch dafür das man endlich auch Anfängt in den Schulen die Sexuellen Formen zu erklären. Es sollte selbst verständlich sein, zu wissen welche Formen es gibt. Und was es damit auf sich hat. Das kann man in einem Vernünftigen Rahmen machen ohne das es zu Sexualisiert ist, wie einige Fürchten. Auch die Aufklärung hat in den letzten Jahren sehr nach gelassen. Die Kinder müssen mit einem Verlust klar kommen, wie andere Kinder auch wenn das passiert und werden oft zwischen den Mühlen des übrig gebliebenen Partner (das dass Kind ja nunmal auch als Elternteil erlebt und liebt) und Behörden oder Familie der Verstorbenen Person hin und her gerissen. Das kann für ein Kind nicht Förderlich sein und es wird da wenig im Wohle des Kindes gehandelt.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby yourAngel on 16 Jul 2016, 21:57

Ich habe eine Sendung gesehen, in der es um die sogenannten Regenbogenfamilien ging. Das heißt, um homosexuelle Paare die gemeinsam Kinder bekommen. Auch ging es um die Gleichsetzung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe. Und da mich das Thema auch persönlich betrifft, dachte ich, ich mach mal einen Thread auf.
Im Augenblick ist es in Deutschland so, dass die Lebenspartnerschaft bereits in einigen wichtigen Fällen der Ehe angeglichen wurde. Zum Beispiel beim Steuer- und Erbrecht. Leider aber gibt es auch noch einen gewaltigen Unterschied. Nämlich wenn es um das Thema Kinder geht. Zunächst einmal können homosexuelle Paare nicht auf Anhieb gemeinsam ein Kind adoptieren. Zuerst muss der eine Partner dies tun, dann irgendwann der andere. Das nennt sich Sukzessivadoption. Entscheiden sich zwei Frauen gemeinsam ein Kind durch künstliche Befruchtung zu bekommen, so muss die Frau, die das Kind nicht ausgetragen hat ebenfalls durch ein Adoptionsverfahren hindurch, das oft sehr langwierig ist. Würde der leiblichen Mutter in diesem Zeitraum irgendwas passieren, hätte ihre Partnerin keinerlei Recht an dem Kind.
Bei heterosexuellen Paaren ist es hingegen so, dass der Ehemann immer automatisch als Vater des Kindes anerkannt wird. Selbst, wenn er nicht der leibliche Vater ist. Ein Mann muss sich also diesem Behördenwahnsinn nicht stellen um zu beweisen, dass er nur am Wohl des Kindes interessiert ist.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby sofi_e on 16 Jul 2016, 21:59

Ich finde gleichgeschlechtliche Paare sollten die gleichen Rechte haben, wie heteropaare auch. Ich weiss garnicht was daran das Problem ist. Wir leben angeblich in einer aufgeklärten Welt und bei dem Thema erleben wir einen Rückschritt.
Ich weiss wie mein Neffe der einen Partner hat, mit Vorurteilen kämpfen muss, nur weil er schwul ist. Und wenn die heiraten dürfen, obwohl das anders heisst ( eingetragene Lebensgemeinschaft ) sollten die auch ohne Probleme Kinder haben dürfen .Das sollte nicht an der sexuellen Ausrichtung der Paare scheitern. Denn was soll anders sein, wenn zwei Männer oder Frauen ein Kind erziehen. Die wären genauso gute oder schlechte Eltern wie Heteropaare auch.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby eva2Abel on 16 Jul 2016, 22:04

Es muss eine Gleichstellung zu heterosexuellen Paaren geben. Es sollten die gleichen schweren oder weniger schweren Bedingungen gelten, wie bei Heteropaaren, wenn Gleichgeschlechtliche gemeinsam ein Kind adoptieren wollen. Auch sollte natürlich bei homosexuellen Paaren die in einer Lebenspartnerschaft Leben selbst verständlich sein, dass der andere Partner automatisch ein Elternteil ist und es entweder sofort mit Adoptieren oder es bei der Geburt wird. Und ich bin auch dafür, dass man endlich auch anfängt, in den Schulen die sexuellen Formen zu erklären. Es sollte selbst verständlich sein, zu wissen welche Formen es gibt. Und was es damit auf sich hat. Das kann man in einem vernünftigen Rahmen machen ohne das es zu Sexualisiert ist, wie einige Fürchten. Auch die Aufklärung hat in den letzten Jahren sehr nach gelassen.
Wenn in einer Lebenspartnerschaft Kinder sind, wenn der zu dem das Kind gehört, ob als erstes Adoptiert oder Geboren hat stirbt, wird das oft für das Kind zur farce. Die Kinder müssen mit einem Verlust klar kommen wie andere Kinder auch wenn das passiert und werden oft zwischen den Mühlen des übrig gebliebenen Partner (das dass Kind ja nunmal auch als Elternteil erlebt und liebt) und Behörden oder Familie der verstorbenen Person hin und her gerissen. Das kann für ein Kind nicht förderlich sein und es wird da wenig im Wohle des Kindes gehandelt.
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Re: Adoption für homosexuelle

Postby yourAngel on 15 Apr 2017, 23:06

Ich bezweifle nicht, dass Kinder bei Homosexuellen wie bei Alleinerziehenden eine glückliche Kindheit haben und gut aufwachsen können. Das mag allemal besser sein, als bei heterosexuellen Eltern, bei denen sie vernachlässigt werden. Generell bin ich aber der Ansicht, dass es für ein Kind eine gute Sache ist, wenn sowohl ein männlicher als auch ein weiblicher Elternteil vorhanden ist. Diese Ansicht ist momentan nicht besonders en vogue, aber nur deshalb kann man ja auch die familiäre Marginalisierung der Vaterfigur und die mythische Überhöhung der Mutterschaft verstehen.
Nun ist es aber so, dass es nicht Millionen von Kindern gibt, die sehnsüchtig auf eine Familie warten, das war in der Nachkriegszeit so, sondern umgekehrt wünschen sich viele Paare (homo- und heterosexuell) ein Kind zu adoptieren und müssen deshalb oft lange warten und strengste Auflagen erfüllen. Da dem nun aber so ist, ist es doch auch nur logisch, dem Kind die besten Adoptiveltern zu ermöglichen, die es nur geben kann. Stehen also zwei Paare zur Auswahl, das eine gleichgeschlechtlich, das andere Mann und Frau (wohlgemerkt beide ansonsten ähnlich gut geeignet, einem Kind eine gute Familie zu bieten), so muss doch klar sein, dass das heterosexuelle Paar das Kind adoptiert. Deshalb meine Meinung: ein generelles Adoptionsrecht für homosexuelle Paare kann man einführen, aber die Regel sollte sein: Im Zweifel für das heterosexuelle Paar.
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