erfahrungen

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Postby Assue on 24 Jul 2016, 20:04

Hallo Ihr Lieben,
nachdem in Deutschland 4 erfolglose ICIS hinter uns lagen (davon eimal mit Zwillingen ss, leider beide FG)), entschieden wir uns für die Eizellenspende im Ausland. Ende Jahr dann das EG der Ukraine. Eine gepflegte Einrichtung und ein nettes, kompetentes Team. Nur 2 Wochen später war unsere Spenderin gefunden. Dann folgte Transfer, 2 Wochen später die schönsten Nachrichten der Welt „sie sind schwanger“. 4 Wochen folgen, in denen man sich freut, erste Pläne macht und die Freude mit Familie und engsten Freunden teilt. Man sieht das Kleine wachsen und ist einfach nur unendlich dankbar. Dann der Schock – in der 10 SSW die Herztöne sind nicht mehr so kräftig und die Entwicklung hängt hinterher, dann die finale Gewissheit: verhaltene Fehlgeburt. Am gleichen Tag noch zur Ausschabung. Danach bleibt nur Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit...so nah am Ziel und dann so ein abruptes Ende. Die Frage: warum muss uns das passieren?
Also dazu haben wir entschieden, den Weg der Adoption in Angriff zu nehmen. Am Freitag haben mein Mann und ich den ersten Gesprächstermin beim zuständigen Jugendamt. Ich bin sehr aufgeregt und hoffe es kann mir jemand Tipps geben, Mut machen... etc. bin für Eure Anregungen, Erfahrungen, etc. offen
Liebe Grüße
Assue
 
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Re: erfahrungen

Postby Bibolina on 24 Jul 2016, 20:14

Hallo! zuerst tut es mir sehr leid dass du so viele negative versuche und enttäuschungen hinter sich hast… ich habe leider keine persönlichen erfahrungen für dich, wollte dir aber auch alles liebe für diesen nicht ganz einfachen weg wünschen! ich kenne zwei familien, die adoptiert haben. bei der einen familie ging es ganz schnell und sie bekamen ihre kleine tochter. kurz darauf, und es wäre laut ärzten nicht möglich gewesen, ist sie schwanger geworden. nun hat sie 2 mädchen, die sie beide gleich liebt. bei der anderen familie, gab es anfangs einen schweren start, ihr kleines mädchen wurde wieder weggenommen, weil die leibliche mutter sich umentschieden hat. das darf sie eine gewisse zeit und damit muss man rechnen. das war natürlich sehr schwer, nun haben sie ihren kleinen jungen. was ich persönlich schön fand, war, dass sie die namen der kinder nicht geändert haben. sie haben die namen, die ihnen ihre leibliche mutter mitgegeben hat. es ist sicher ein schwerer weg, der sich aber allemal auszahlt. ich wünsche euch, dass ihr schnell erfolg habt und eine glückliche familie werdet! :)
Bibolina
 
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Re: erfahrungen

Postby Engeline on 24 Jul 2016, 20:20

Hallo,
wir kennen welche mit Adoptionskindern und auch welche, die Kinder adoptieren wollen. Ich glaube, es ist sehr schwer, Kinder zu adoptieren, auch wenn alle Voraussetzungen stimmen.
Es gibt in Deutschland mehr Familien, die Kinder adoptieren möchten als Kinder die zur Adoption sind. Ich weiß nicht, ob ihr eine Chance habt. Es gibt so viele Familien, die keine Kinder bekommen können und selbst dort, dauert es Jahre, wenn es überhaupt klappt, ein Kind in Deutschland zu adoptieren. Vielleicht ist es ja etwas anderes, wenn die Kinder schon älter sind.
Vielleicht kommt für ein ja auch ein Pflegekind in Frage. Oder vielleicht, musst du wieder Eizellspende versuchen?
Ich hatte auch Probleme, schwanger zu sein, habe 5 erfolglose Icsis hinter mir. Wir machten viele Eizellspendeversuche. Leider waren unsere 3 Versuche wieder nichts, wir werden es aber weiter versuchen. Wir haben ja noch 5 Eisbärchen und die haben es auch verdient, dass wir es weiter versuchen. Natürlich ist es schwer, wenn es wieder nicht geklappt hat aber im anderen Sinn ist es auch sehr schwer, nie einen so kleinen Wurm in den Händen zu halten. Das sollte aber jeder von uns machen, gebt euren Wunsch nicht auf, auch wenn der Weg dorthin steinig ist und weh tut und gebt euren Eisbärchen die Möglichkeit euren größten Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen
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Re: erfahrungen

Postby eva2Abel on 24 Jul 2016, 20:50

Hallo,
wir wollen auch zwar kein Kind adoptieren, aber haben ein befreundetes Pärchen, das adoptieren will - so haben wir einiges mitbekommen. Das Paar ist übrigens unfruchtbar, hat also keine eigenen Kinder. Die beiden mussten mit dem Jugendamt mehrere Gespräche führen, Tests machen, an Kursen teilnehmen... Ihre Wohnung wurde begutachtet, mit dem Ergebnis, dass sie umgezogen sind - Wohnung war zu klein, Kinderzimmer muss eine bestimmte Größe haben etc. Dann wurden natürlich auch die Finanzen überprüft... leider verdienen die beiden nicht so gut und sind zwischendurch auch mal aus dem Programm geflogen, weil sie unter die Einkommensgrenze gerutscht sind. Nun haben sie neue Jobs und können wieder hoffen. Ich glaube, das ganze Verfahren dauert nun schon fast 3 Jahre...
Ein anderes Paar aus ihrem Kurs konnte von Anfang an alle Bedingungen erfüllen und hat schon nach einem Jahr ein Kind vermittelt bekommen - sogar ein Neugeborenes! Es kann also auch schnell gehen...Wie schnell es geht, hängt unter anderem davon ab, wozu ihr bereit seid - man muss da einen Fragebogen über seine Vorstellungen ausfüllen. Gesunde Babys werden natürlich schneller vermittelt, als ältere Kinder oder Kinder mit Behinderung...
Euer Alter spielt übrigens auch eine Rolle! Wenn dein Mann schon 30 ist, müsstet ihr euch ran halten - bei 35 ist Schluss. Ehrlich gesagt, ich denke, dass eure Chancen eher schlecht sind.
Ich weiß zwar nicht, was eure Motive sind - aber so ein Adoptionsverfahren ist kein Zuckerschlecken!
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Re: erfahrungen

Postby Fuchs on 24 Jul 2016, 21:22

Es ist wirklich schwer, ein Kind zu adoptieren. Das liegt aber auch daran, dass es einfach zu wenige Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben wurden. Trotzdem sollte man sich da wirklich mal beim Jugendamt informieren!
Meine Tante und mein Onkel wollten auch so gerne Kinder haben und haben 2 Kinder adoptiert: ein Mädchen im Alter von 3 Jahren und später auch noch einen Jungen, der erst 8 Monate alt war. Bekannte von uns haben 2 Kinder adoptiert. Sie haben selber 3 Kinder bekommen. Leider waren alle Kinder krank und sind kurz nach der Geburt verstorben. Sie haben einen Jungen adoptiert, den sie schon im Alter von ein paar Wochen zur Pflege bekommen haben. Vor ca. 1 Jahr haben sie noch ein 2-jähriges Mädchen zur Pflege bekommen, was sie nun auch noch adoptiert haben!
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Re: erfahrungen

Postby kühn on 24 Jul 2016, 21:25

Wenn sie nur ein perfektes, problemloses, pflegeleichtes Kind möchte, sollte sie es sich gut überlegen, auch mit dem selber Kinderkriegen. Allein unter der Geburt kann viel passieren und auch danach...
Bei Pflege- und Adoptivkindern sollte man immer davon ausgehen, dass sie einen miesen Start hatten, die Zeit der Schwangerschaft ist einfach mal da. Und wenn das Kind "nur" unerwünscht war, ist das schon nicht schön, aber meistens gibt es ja viel mehr Gründe, warum ein Kind nicht bei seinen leiblichen Eltern aufwachsen kann. Und die sind nunmal Risikofaktoren.
Aber damit muss man sich auseinadersetzen und dann damit leben- oder es halt lassen.
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Re: erfahrungen

Postby Lisa_vogt on 24 Jul 2016, 21:39

Hallo!
Wir haben Bekannten von uns, das keine eigenen Kinder bekommen können und adoptieren möchten. Ich kenne zwar nicht alle Modalitäten - aber ich kann dir sagen: wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, eigene Kinder zu bekommen, solltest du diese Chance auch nutzen! Ein Kind zu adoptieren ist kein Kinderspiel und mit Sicherheit belastender als eine Geburt!
Es gibt ein Mindest- und eine Höchstalter, ich glaube die Spanne liegt zwischen 25 und 35 Jahren - bin aber nicht 100% sicher. Ess wird ein Mindesteinkommen voraussgesetzt, die finanzielle Situation wird überpüft. Die familiären Verhältnisse werden genau durchleuchtet: Voraussetzung ist eine intakte Beziehung (Eheleute werden bevorzugt), das Paar muss psychisch den Belastungen einer Adoption gewappnet sein. Die Wohnsituation muss diverse Kriterien erfüllen (das Kind sollte ein eigenes Zimmer haben...)
Außerdem gibt es lange Wartelisten. Es wollen mehr Paare adoptieren, als Kinder zur Adoption frei gegeben werden - möchte man einen Säugling adoptieren, dauert es noch länger...
Unsere Freunde haben sich Ende letzten Jahres angemeldet. Sie müssen Kurse besuchen (auch das ist Pflicht), mussten ihren Job wechseln (wegen dem Gehalt) und haben vor drei Wochen geheiratet. Erst wenn die Kurse abgeschlossen sind und sie eine größere Wohnung bezogen haben, können sie damit rechnen, dass ihnen ein Kind vermittelt wird. Wie lange es dauern wird, ist unbestimmt...
Eins musst du dir auch noch vor Augen halten: bei einer Adoption geht es nicht darum, den Eltern ein Kind zu verschaffen sondern dem Kind ein perfektes zu Hause zu bieten! Allein die Bedürfnisse des Kindes stehen im Vordergrund und nicht die der potentiellen Eltern...
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Re: erfahrungen

Postby majorka4 on 24 Jul 2016, 23:23

Natürlich kann man adoptieren, auch wenn man über 30 Jahre alt ist und es gibt schöne Jugendämter, mit denen man sehr gut zusammenarbeiten kann.
So meine Erfahrungen, die ich seit 10 Jahren immer wieder mache (wir haben unsere Tochter adoptiert und noch ein Kind in Dauerpflege aufgenommen.).
Der erste Weg ist zum Jugendamt. Schildert Euer Anliegen, lasst Euch einen Termin geben und geht ganz offen zu dem Gespräch. Wenn die Terminvergabe längerfristig ist, liegt das nicht an unwilligen Mitarbeitern, sondern vermutlich daran, dass viele Ämter bedauerlicherweise oft unterbesetzt sind. Jedenfall steckt da kein böser Wille dahinter.
Schreibt Euch vor dem Termin am besten alles mal zusammen, was Euch wichtig ist, überprüft für Euch selbst Euere Motivation, warum Ihr adoptieren wollt und lasst Euch ganz unbefangen auf das Gespräch ein. Gerne könnt Ihr mich auch kontaktieren, vielleicht kann ich im Rahmen meiner Erfahrungen (ich leite eine Adoptiv- und Pflegegruppe) auch etwas Unterstützung anbieten.
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Re: erfahrungen

Postby Maria Waldfogel on 24 Jul 2016, 23:42

Ich möchte dir von meinen Erfahrungen berichten. Als ich mich zur Adoption oder Pflegschaft entschlossen habe, habe ich Kontakt mit dem zuständigen Jugendamt unserer Stadt aufgenommen. Vorher hatte ich mich per Internet ausgiebig darüber informiert, Bücher gelesen und kenne einige Paare mit adoptierten und in Pflege genommenen Kindern. Dort gab es erst einmal einen ganz allgemeinen Infotermin. Wir haben viele Fragebögen zum Ausfüllen bekommen, aber auch bei uns zu Hause gab es einen Termin zum Reden und aktuelle Wohnsituation begutachten, usw. (Gesundheitszustand, finanzielle/ Wohn Situation,
persönliche Eignung wird geprüft, usw.) Darauf hin wurde uns schriftlich mitgeteilt, daß wir
als geeignete Adoptiveltern anerkannt sind (evtl. so leicht bei uns weil ich von Beruf Erzieherin bin). Es war Voraussetzung, daß wir uns jährlich mind.1x zu einem Gespräch bei uns treffen.
Gerne hätte ich eine Auslandsadoption vorgenommen oder eine Pflegschaft von Kindern – aber mein Mann nicht! Als ich mich damit alleine gelassen/ unverstanden gefühlt habe, habe ich mich nicht mehr darum bemüht - mein Mann hat von sich aus auch nie danach gefragt :-(
Ich wünsche Dirauf diesem Weg zu Euerem Kind alles alles Gute
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Re: erfahrungen

Postby Mefistofel on 24 Jul 2016, 23:44

Mein Mann und ich versuchen jetzt seit 4 Jahren Ein Baby zu bekommen, bisher leider ohne Erfolg. Adoption war für uns immer eine Option, aber wir haben immer gedacht, es wird schon noch klappen. Im November bin ich 30 geworden und mein Mann wurde im September 38, und so dachten wir, dass jetzt der Zeitpunkt erreicht ist, um doch noch in dieser Hinsicht aktiv zu werden. Kurz und gut, letzten Donnerstag haben wir das Antrags-Pamphlet beim Jugendamt abgegeben und hoffen jetzt auf ein Wunder...
Weiterhin sind wir aber trotzdem noch bei einer Homöopathin in Behandlung, denn so ganz aufgegeben habe ich die Hoffnung auf unser Kind noch nicht.
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