erfahrungen

Re: erfahrungen

Postby naDin on 25 Jul 2016, 00:01

Willst du nicht noch eine Eizellspende versuchen? Wir können es kaum fassen. Nach vielen Jahren KiWu Stress, erfolglosen Stimulationen, Fehlgeburt, über 10 Versuchen IVF im natürlichen Zyklus, Endometriose OP etc. ...bin ich nach der ersten Eizellspende in der Ukraine schwanger. Heute ist die 12. Woche geschafft und die Panik macht langsam tiefer Freude Platz! Ich kann die Enttäuschung, Verzweiflung und die Selbstzweifel, die viele Paare hier plagen so unglaublich gut verstehen. Dann die Entscheidung für die EZS, die auch wir uns sehr schwer gemacht haben. Doch ich muss sagen, wir hätten uns schon fünf Jahre früher dafür entscheiden sollen, dann wäre uns vieles erspart geblieben. Wenn alles gut geht, werde ich 43 sein, wenn das Baby kommt, aber es wird gewünscht und geliebt sein. Gebt nicht auf!
Die erfolgreichen aber auch traurigen Geschichten hier haben mir (als stiller Mitleserin) oft über eigene Rückschläge hinweggeholfen. Vielleicht kann ich Euch ein wenig Mut machen!
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Re: erfahrungen

Postby Nala on 25 Jul 2016, 00:06

Mein mann und ich haben auch überlegt, ein kind zu adoptieren, allerdings nicht aus europa, sonder indien. berufsbedingt bin ich oft im ausland und bekomme mit wie katastrophal die zustände in vielen ländern sind. mich berührt speziell das schicksal der mädchen in indien sehr, da mein arbeitgeber dort auch kinderheime unterstützt. ich habe mich schon mal bezüglich einer adoption schlau gemacht, was selbst in einem solchen land ein schwierieges unterfangen ist.
ich habe auch persönlich eine geschichte von einem kollegen mitbekommen, der ein mädchen aus russland adoptieren wollte, was leider nicht geklappt hat, weil eine familie aus den usa bereit war, 10000$ zu spenden, die er leider nicht hatte. also ich denke das es ziemlich schwer ist. egal woher! wir erwarten jetzt unser 2. kind im oktober und wollen auf jeden fall noch ein eigenes drittes und dann schauen wir, wie es finanziell aussieht. ebenfalls kommt ja noch die alterfrage dazu. ich bin schon 36 mein mann 37 aber soviel ich weiß, sind bei auslandadoptionen die altersbegrenzungen nicht so sehr streng, wie wenn man in deutschland adoptieren will.
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Re: erfahrungen

Postby omega on 25 Jul 2016, 00:11

Erkundigt euch doch mal beim jugendamt und laßt euch beraten. und warum unbedingt adoptieren? warum keine pflegschaft? nur wegen dem gemeinsamen namen?
wir hatten damals, als es bei uns hieß, dass wir keine kinder bekommen können, auch darüber nachgedacht. wir hätten uns allerdings für eine dauerpflegschaft entschieden. klingt wirklich sehr sehr gemein, aber ein kind kostet geld, sogar sehr viel geld. wenn man ein kind adoptiert, nimmt man es an kindesstatt an und muß ihm doch irgendwann die wahrheit erzählen, wenn es nicht schon von anfang an damit aufwächst und es wird seine leibliche mutter meist suchen wollen.
bei einer dauerpflegschaft ist das einfacher. das kind wächst in dem wissen auf, das es nicht bei den leiblichen eltern lebt, kennt aber zumindest - oder aber die eltern - die namen und die anschrift der leiblichen eltern und muß nicht erst groß suchen. und nun komme ich zu dem finanziellen teil. bei einer dauerpflegschaft bekommt man für das kind monatlich pflegegeld. das kind kann einem auch nicht wieder so einfach weggenommen werden, wie bei einer kurzzeitpflege. denn dauerpflegschaft heißt nichts anderes als, dass das kind eigentlich nicht wieder zu seiner herkunftsfamilie zurück kommt, diese aber einer adoption nicht zustimmt.
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Re: erfahrungen

Postby paprik_a on 25 Jul 2016, 00:19

Wir haben daran noch nicht gedacht. Es kommt wohl auch immer darauf an, woran es scheitert...bei mir ist altersbedingt und durch genetische Veranlagung die Qualität der EZ sehr schlecht, deshalb haben wir jetzt eine Eizellspende im Ausland gemacht, es kam zum Transfer von 3 EZ, mehr weiss ich in 10 Tagen ;-)
Wenn es nichts wird, machen wir noch einen Versuch, es wäre dann der 5. Transfer bei 12 Versuchen, irre, gell ...und werden es danach mit einer Auslandsadoption versuchen.
Leihmutterschaft, ich denke, soweit würde ich nicht gehen...aber ich habe darüber ehrlich gesagt noch nicht weiter nachgedacht...aber der Gedanke, dass eine Frau 9 Monate lang das Kind meines Mannes austrägt, nein, den finde ich nicht so klasse. Aber wenn es für euch eine Option ist, dann würde ich es an deiner Stelle machen ;-)
Alles Liebe
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Re: erfahrungen

Postby Pika4u on 25 Jul 2016, 00:34

Auch wir haben nach jahrelangen IVfs überlegt, eine Adoption anzustreben. In unserem Alter war auch nur noch eine Auslandsadoption möglich. Im Inland ist die Wartezeit einfach sehr hoch. Mehr oder weniger muss man eine Auslandsadoption selbst organisieren. Es wird einem nicht viel geholfen. Ich fand überhaupt die Ansprechpartner bzgl. Adoption nicht sehr kooperativ und daher haben wir das Projekt relativ schnell auf Eis gelegt.
Außerdem werden vom Ausland auch nur ältere Kinder vermittelt und da ich selbst Pädagogin bin, weiß ich, was in den ersten Jahren alles kaputt gemacht werden kann. Pflegeelternschaft wollte ich nicht. Allein schon der Gedanke, dass die richtige Mutter Anspruch auf das Kind hat... wäre für mich nicht vorstellbar gewesen.Wir haben uns dann schlussendlich für eine Leihmutterschaft entschieden und das war der perfekte Weg für uns. Unsere Tochter ist nun ein Jahr alt und zuckersüß. Wir haben es in Kiew bei Biotexcom gemacht. Die Kosten: Es kommt darauf an, welches Programm ihr wählt (zwischen 30.000 und 50.000€) plus Flugkosten.
Alles Gute!
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Re: erfahrungen

Postby Ruth on 25 Jul 2016, 00:38

Bist du sicher, dass du ein Adoptivkind möhstest?? Eine Adoption sollte gut überlegt sein, denn schließlich ist es nicht nur wichtig, dass es Euch als Paar mit der Situation gut geht, sondern auch das Adoptivkind muss sich in der neuen Umgebung wohl fühlen. Die Schwierigkeiten sind abhängig vom Alter des Kindes, in dem die Eltern das Kind adoptieren. Das Kind kann verhaltensgestört sein oder eine Verhaltensstörung entwickeln, die Eltern ablehnen, ununterbrochen Aufmerksamkeit von den Eltern fordern oder straffällig werden. Es kann Schwierigkeiten mit den eigenen Kindern geben, z.B. dass diese sich benachteiligt fühlen oder sagen: "Du bist ja gar nicht unser Geschwisterchen". Das Kind droht, wegzulaufen, wieder ins Heim zu gehen, nimmt Drogen. In der Pubertät lehnt es die Eltern ab, weil es nicht die leiblichen Eltern sind. Das Kind betont immer wieder, dass die Eltern es nur aus Mitleid oder Egoismus adoptiert haben und nicht, weil sie es lieben. Das Kind zweifelt ständig an der Liebe der Eltern und die Eltern fühlen sich hilflos. Eine Alternative zu einer Adoption ist die Aufnahme eines Pflegekindes. Pflegekinder kommen aus Familien, in denen die Eltern sich nicht ausreichend um ihre Kinder kümmern. Sie leben zwar wie ein Adoptivkind in einer Pflegefamilie, sind aber rechtlich gesehen weiterhin Kinder der Herkunftsfamilien. Also überlege dir nich einmal
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Re: erfahrungen

Postby Siri on 25 Jul 2016, 00:40

Für mich käme es nie in Frage, ein Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen, denn ich würde mich immer so fühlen, als hätte ich einer Frau ihr Kind entrissen, auch wenn es aus einer befruchteten Eizelle von meinem Mann und mir entstanden wäre. Hätte ich nicht schwanger werden können, hätte ich alle Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung genutzt, egal was es gekostet hätte. Eine Adoption könnte ich mir auch vorstellen, ich hätte dann wahrscheinlich ein Waisenkind adoptiert, evtl. sogar Geschwister. Dieses Thema ist für mich auch noch nicht vom Tisch, aber das wäre nur möglich, wenn wir irgendwann ein großes Haus unser Eigen nennen könnten.
Ein Pflegekind aus einer zerrütteten Familie könnte ich mir jedoch nicht vorstellen, vor allem dann nicht, wenn das Kind traumatisiert wäre.
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Re: erfahrungen

Postby sofi_e on 25 Jul 2016, 00:54

Es ist eine schwierige Frage, die man nicht eindeutig beantworten kann. Die Meinungen der Menschen können sehr unterschiedlich sein. Die einige Leute unterstützen die Adoption. Die Anderen sind die Gegner dieser Option.
Heutzutage entwickelt sich die Medizin sehr schnell. Deshalb sind solche Optionen wie Leihmutterschaft oder Eizellspende keine Überraschung. Solche Prozeduren geben den kinderlosen Ehepaaren die Möglichkeit das Kind zu bekommen. Persönlich ich bevorzuge die Leihmutterschaft.
Die Erblichkeit spielt eine wichtige Rolle. Ein adoptiertes Kind kann an verschiedenen Krankheiten leiden. Es kann auch verschiedene Folge für die Eltern verursachen. Die Leihmütter sollen eine große Menge der medizinischen Untersuchungen machen. Es kann die Risiken der Krankheiten minimisieren. Ich glaube, dass die beiden Optionen die Familie glücklicher machen können. Aber man soll die Entscheidung im Familienkreis besprechen, weil die Unterstützung der Verwandten eine wichtige Rolle spielt.
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Re: erfahrungen

Postby tilda on 25 Jul 2016, 00:55

Ich unterstütze die Meinung, dass man kaum diese Frage eindeutig antworten kann. So viele Menschen, so viele Meinungen. Aber jede Entscheidung hängt von der Situation ab. Für einige Menschen wird die Eizellspende und Leihmutterschaft die beste Auswahl. Für die Anderen ist die Adoption die einzige passende Möglichkeit. Ich glaube, dass man solche Entscheidungen in dem Familienkreis treffen soll. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass es eine große Verantwortung ist. Man soll die mögliche Folge auf Bedacht nehmen.
Als es gesagt wurde, kann das Kind an verschiedenen Krankheiten leiden. Die Adoptionseltern können über diese Probleme überhaupt nichts wissen. Es hängt sehr viel von der Erblichkeit ab. Das Kind kann auch irgendwelche Schwierigkeiten haben, die mit Entwicklung verbunden sind. Es ist sehr bedeutsam zu wissen, dass das Kind gesund und kräftig ist. Ich glaube, dass in diesem Sinn die Leihmutterschaft besser ist.
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Re: erfahrungen

Postby trixis on 25 Jul 2016, 01:08

Es versteht sich von selbst, dass diese Frage man nicht einfach antworten kann. Jede Entscheidung soll individuell sein. Sehr viel hängt von der Situation und den Bedingungen ab. Man soll sehr gut daran denken. Vielleicht kann man mit der Spezialist darüber sprechen. Die Unterstützung der Familie spielt auch eine wichtige Rolle.
Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich die Leihmutterschaft auswählen. Die Gesundheit des zukünftigen Kindes ist für mich das wichtigste. Ich glaube, dass zufällig ein adoptiertes Kind an verschiedene Krankheiten leiden kann. Nicht immer kann man mit Hilfe der medizinischen Untersuchungen alle Krankheiten finden. Die Gesundheit der Leihmutter ist sehr stark kontrolliert. Deshalb sind die Risiken der Krankheiten von zukünftigen Kindern sehr niedrig. Ich hoffe, dass alle kinderlosen Ehepaare, die einen starken Kinderwunsch haben, bald die Eltern werden.
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