glückliche Erfahrungen

Re: glückliche Erfahrungen

Postby trixis on 25 Oct 2016, 17:52

Das Wichtigste für den Schritt zur Adoption ist meiner Meinung nach, dass man seine Kinderlosigkeit so gut wie möglich verarbeitet hat. Adoption ist ein ganz anderer Weg. Die Geschichte des Kindes gehört zu ihm und wird euch immer begleiten. Gleichgültig, wie alt und aus welchem Land. Es hat eine Schwangerschaft hinter sich und es hat leibliche Eltern, die es aus welchen Gründen auch immer nicht behalten können. Damit offen und einfühlsam umzugehen ist ein wichtiger Job von uns Adoptiveltern.
Geht aufs Jugendamt und laßt Euch beraten. Besorgt Euch Lektüre über Adoptionen und lest so viel wie möglich darüber. Versetzt Euch gedanklich in eine abgebende Mutter, in ein Kind das damit leben muss, dass es abgegeben wurde. Fühlt Ihr Euch bereit, da liebevoll, unterstützend und positiv zu begleiten?
Ja, wir haben Kinder, die auch klein zu uns kamen (aber nicht, weil dies das Einzige war, was wir uns vorstellen konnten). Aber auch Schwangerschaften können traumatisieren, wenn genug passiert. Und sie können auch körperliche Spuren hinterlassen, wie bei einem unserer Kinder.
Also: Tatsachen ins Auge blicken und dann ehrlich zu euch selbst sein: Wollt ihr das und könnt ihr das mit allen Konsequenzen?
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Windchen210 on 25 Oct 2016, 17:53

Also ich habe vor 9 Jahren ein Kind adoptiert, habe allerdings 3 Jahre darauf warten müssen.
Ich hatte auch beim Jugendamt den Wunsch geäußert, dass ich gerne ein Neugeborenes haben möchte, ich würde aber auch, da ich zu dem Zeitpunkt der Antragstellung beim Jugendamt bereits schon 32 Jahre alt war, auch ein älteres Kind adoptieren. Hauptsache einem Kind ein Zuhause geben.
Aber, wie gesagt, nach 3 Jahren Wartezeit haben wir Glück gehabt und konnten einen neugeborenen Jungen erst für ein Jahr in Pflege nehmen und anschließend adoptieren. Da sich in dieser Zeit die Mutter noch umentscheiden kann und das Kind noch zurückverlangen könnte. Dieses war dann wohl eine echt harte Zeit.
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby yourAngel on 25 Oct 2016, 17:57

Mein Neffen sind auch adoptiert. Die beiden Kleinen sind das Beste, was meinem Bruder und seiner Frau hätte passieren können. Und es muss nicht immer lange dauern, bis man ein Kind zugesprochen bekommt. Bei meinem Neffen ging es sehr schnell...Mein Bruder und seine Frau hatten das Adoptionsverfahren abgeschlossen beim Jugendamt und 3 Monate später haben sie den kleinen Knirps bekommen, die Beiden durften nach seiner Geburt gleich ins Krankenhaus fahren. Jetzt ist er schon 6 Jahre alt. Und vor 10 Wochen haben die Beiden ein kleines Mädchen bekommen, auch zu ihr durften die beiden gleich nach ihrer Geburt! Jetzt ist die Familie vollständig und die kleinen Zwerge sind einfach bezaubernd
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Engeline on 26 Jun 2017, 00:17

Ich habe eine 11jährige Tochter aus dem Ausland adoptiert, aber ich habe auch ein deutsches Pflegekind. Das Pflegeverfahren in Deutschland ist ähnlich wie das Inlandsadoptionsverfahren. Wichtig finde ich, dass man weder Ado, noch Pflege als Kampf ansieht. Wenn man schon im Vorfeld sämtliche Negativ- und Horrorberichterstattungen über die angeblich furchtbare Bürokratie gerne glauben möchte, macht man es sich nur unnötig schwer. Wir haben beide Bewerberverfahren richtig genossen, sie haben uns auch eine innere Wachstumschance gegeben, die wir wahrgenommen haben. Schwierig ist, was ich als schwierig empfinde. Erstaunlich, welche Schwierigkeiten wir haben, findet sich nicht so schnell eine Antwort. Wir haben uns willentlich und wissentlich für sog. schwer vermittelbare Hochrisikokinder entschieden, unsere Grosse ist gesund, unsere Kleine ist schwerbehindert. Man kann es als Schwierigkeiten sehen, aber auch als spannende Herausforderung. LG
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Agnes.frankes on 10 Aug 2017, 22:13

Ich habe leider keine persönlichen Erfahrungen für dich, wollte dir aber auch alles liebe für diesen nicht ganz einfachen Weg wünschen! Ich kenne zwei Familien die adoptiert haben. Bei der einen Familie ging es ganz schnell und sie bekamen ihren kleinen Sohn. Kurz darauf, und es wäre laut Ärzten nicht möglich gewesen, ist sie schwanger geworden. Nun hat sie 2 Kinder, die sie beide gleich liebt. Bei der anderen Familie, gab es anfangs einen schweren Start, ihr kleines Mädchen wurde wieder weggenommen, weil die leibliche Mutter sich umentschieden hat. Das darf sie eine gewisse Zeit und damit muss man rechnen. Das war natürlich sehr schwer, nun haben sie ihren kleinen Jungen. Was ich persönlich schön fand, war, dass sie die Namen der Kinder nicht geändert haben. Sie haben die Namen, die ihnen ihre leibliche Mutter mitgegeben hat :) lange Rede kurzer Sinn. Es ist sicher ein schwerer Weg, der sich aber allemal auszahlt. Ich wünsche euch, dass ihr schnell Erfolg habt und eine glückliche Familie werdet!
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Agnes.frankes on 14 Oct 2017, 20:10

Ich habe leider keine persönlichen Erfahrungen für dich, wollte dir aber auch alles liebe für diesen nicht ganz einfachen Weg wünschen! Ich kenne zwei Familien die adoptiert haben. Bei der einen Familie ging es ganz schnell und sie bekamen ihren kleinen Sohn. Kurz darauf, und es wäre laut Ärzten nicht möglich gewesen, ist sie schwanger geworden. Nun hat sie 2 Kinder, die sie beide gleich liebt. Bei der anderen Familie, gab es anfangs einen schweren Start, ihr kleines Mädchen wurde wieder weggenommen, weil die leibliche Mutter sich umentschieden hat. Das darf sie eine gewisse Zeit und damit muss man rechnen. Das war natürlich sehr schwer, nun haben sie ihren kleinen Jungen. Was ich persönlich schön fand, war, dass sie die Namen der Kinder nicht geändert haben. Sie haben die Namen, die ihnen ihre leibliche Mutter mitgegeben hat :) lange Rede kurzer Sinn. Es ist sicher ein schwerer Weg, der sich aber allemal auszahlt. Ich wünsche euch, dass ihr schnell Erfolg habt und eine glückliche Familie werdet!
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Engeline on 10 Nov 2017, 21:25

Wir haben uns letztes Jahr auch mit diesem Thema auseinandergesetzt, wobei für mich nur eine Inlandsadoption in Frage gekommen wäre. Ich habe mich beim Jugendamt informiert und leider habe ich dann für mich schon aufgegeben, da gewisse Altersgrenzen eingehalten werden müssen (Eltern dürfen nicht mehr als 30 Jahre älter sein als das zu adoptierende Kind). Für manche Sachen habe ich echt Verständnis und wäre auch bereit, die vor irgendeinem Amt offenzulegen, aber an einer bestimmten Stelle hört es für mich auf, nämlich da, wo ich das Gefühl habe, dass Willkür anfängt. Ich habe letztes Jahr 3FG hinter mir und habe mich für die erneute Schwangerschaft entschieden. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass ich mich diesem Gefühlschaos aussetzen möchte, reine Willkür bei diesem doch ziemlich an die Nieren gehenden Thema. Da ich jedoch weiterhin Infos zu diesem Thema suche bzw. auch gerne mal Kontakt zu Eltern hätte, denen man mal konkret Fragen stellen könnte, würden vll. auch einige meiner Zweifel beseitigt?
Außerdem haben wir uns gar nicht mit dem Thema Auslandsadoption beschäftigt, alles was oben steht, ist mein Wissen im Hinblick auf Kinder. Ebenso wenig haben wir uns mit dem Thema Pflegschaft auseinandergesetzt, aber ich meine die Info zu haben, dass man auch nach einer Pflegschaft evtl. irgendwann adoptieren kann, bin aber hier total unsicher. Liebe Grüße
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Louisa1998 on 10 Dec 2017, 20:55

Hallo,
wir haben kein Kind adoptieren, aber haben ein befreundetes Paar, das adoptieren will. Das Paar ist übrigens unfruchtbar, hat also keine eigenen Kinder. Die beiden mussten mit dem Jugendamt mehrere Gespräche führen, Tests machen, an Kursen teilnehmen... Ihre Wohnung wurde begutachtet, mit dem Ergebnis, dass sie umgezogen sind - Wohnung war zu klein, Kinderzimmer muss eine bestimmte Größe haben etc. Dann wurden natürlich auch die Finanzen überprüft...leider verdienen die beiden nicht so gut und sind zwischendurch auch mal aus dem Programm geflogen. Nun haben sie neue Jobs und können wieder hoffen. Ich glaube, das ganze Verfahren dauert nun schon fast 3 Jahre...Ein anderes Paar konnte von Anfang an alle Bedingungen erfüllen und hat schon nach einem Jahr ein Kind vermittelt bekommen - sogar ein Neugeborenes! Es kann also auch schnell gehen...Wie schnell es geht, hängt unter anderem davon ab, wozu ihr bereit seid - man muss da einen Fragebogen über seine Vorstellungen ausfüllen. Gesunde Babys werden natürlich schneller vermittelt, als ältere Kinder oder Kinder mit Behinderung... Euer Alter spielt übrigens auch eine Rolle. Wenn dein Mann schon 30 ist, müsstet ihr euch ran halten - bei 35 ist Schluss. Ehrlich gesagt, ich denke, dass eure Chancen eher schlecht sind - da gibt es genug Paare, die keine eigenen Kinder bekommen können! Ich weiß zwar nicht, was eure Motive sind - aber so ein Adoptionsverfahren ist nicht leicht!
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby eva2Abel on 13 Jan 2018, 22:23

Ich kann dir nur raten, nur an anonyme Adoption zu denken. Ihr werdet mit einem angenommenen Kind niemals in Ruhe eine Familie sein. Die Herkunftsfamilie wird immer präsent sein. Real oder unterbewusst. Anonymität birgt wesentlich mehr Risiken. Wir haben gar keine Probleme mit unseren Kindern. Auch nicht mit der Herkunftsfamilie. Unsere Kinder gehen ganz selbstverständlich mit ihren Geschichten um. Wir haben adoptiert, also, auch alle Rechte, trotzdem haben wir weiter Kontakt zu Amt und biologische Familie. Wir empfinden das als sehr hilfreich und bereichernd. Auch bei einer reinen Adoption sind die ersten zwei Jahre Adoptionspflege und ihr werdet mit dem JA zusammenarbeiten müssen. Wenn ihr ein Kind annehmt öffnet ihr euren Familienkreis, das ist per se so.
Für uns fühlt sich das zu 100 Prozent richtig an. Mein Mann, seine Geschwister und auch meine haben keine Probleme mit ihrer Adoption. Allerdings sind alle offen adoptiert und wissen um ihre Wurzeln. Soziale Eltern hat man nur einmal.
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