glückliche Erfahrungen

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Postby Fuchs on 25 Oct 2016, 16:14

Hallo,
wir haben uns jetzt nach bisher erfolgloser Kinderwunschbehandlung (5 ICSIS, davon eimal ss mit Zwillingen, leider beide FG, 3 Kryos, sogar Eizellspende 4 Versuche) dazu entschieden den Weg der Adoption in Angriff zu nehmen. Vorab will ich gleich sagen, dass wir uns diese Option überlegen wollen. Es ist noch nichts entschieden. Und das Ganze soll auch erst in ein paar Jahren sein und nicht jetzt gleich.
Ich wollte einfach mal wissen, ob jemand schon versucht hat ein Kind zu adoptieren und wie die Erfahrungen damit so waren? Mich würde mal interessieren, wie das ganze abläuft bei einer Adoption! Wo muß man da hin? Was für ein Akt im Allgemeinen ist das? Für jede Information würde ich mich sehr freuen
Fuchs
 
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby kühn on 25 Oct 2016, 16:20

Habe keine persöhnliche Erfahrung damit aber den Ablauf kenne ich, weil meine Cousine im Jugendamt arbeitet. Also ihr sollt mit deinem Mann sollten sich in guter geistiger, seelischer und körperlicher Verfassung befinden. Der sollte möglichst nicht mehr als 40 Jahre betragen. Es ist für die Entwicklung eines Kindes wichtig, Vater und Mutter zu haben. Deshalb gibt das Jugend- und Sozialamt Paaren den Vorzug vor Alleinstehenden. Auch Eltern, die für ihr Kind die Adoption wünschen, möchten ihr Kind zumeist durch Vater und Mutter versorgt wissen. Das berufliche Engagement sollte so organisiert sein, dass die erforderliche Zeit für das Kind und seine Erziehung vorhanden ist. Je nach Alter und Situation des Kindes sollte einer der Partner daher eine berufliche Auszeit nehmen oder Teilzeit arbeiten.
Die Partnerschaft der neuen Eltern sollte stabil sein, damit das Kind eine dauerhafte, verlässliche Bindung aufbauen kann.
Erfahrungen haben gezeigt, dass es in Familien mit leiblichen Kindern häufiger als in anderen Familien zu größeren Problemen kommen kann. Positive Erfahrungen liegen dagegen vor, wenn in der Familie bereits ein Adoptivkind lebt. Häufig entsteht der Adoptionswunsch aus der eigenen Kinderlosigkeit. Bevor ein Adoptivkind angenommen wird, ist es wichtig, dass das Paar seine Motivation selbstkritisch überprüft. Die Kinderlosigkeit muss akzeptiert und die Trauer darüber bewältigt worden sein. Das Adoptivkind braucht es, um seiner selbst willen angenommen zu werden und nicht als Ersatzkind. Wer ein Kind adoptieren möchte, muss innerlich frei sein für ein fremdes Kind. Es sollte ein gesichertes Einkommen und ausreichend Wohnraum zur Verfügung stehen. Ich hoffe ich hab dir ein bisschen geholfen
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby eva2Abel on 25 Oct 2016, 16:24

Ich habe leider keine persönlichen Erfahrungen für dich, wollte dir aber auch alles liebe für diesen nicht ganz einfachen Weg wünschen! Ich kenne zwei Familien die adoptiert haben. Bei der einen Familie ging es ganz schnell und sie bekamen ihren kleinen Sohn. Kurz darauf, und es wäre laut Ärzten nicht möglich gewesen, ist sie schwanger geworden. Nun hat sie 2 Kinder, die sie beide gleich liebt. Bei der anderen Gamilie, gab es Anfangs einen schweren Dtart, ihr kleines Mädchen wurde wieder weggenommen, weil die leibliche Mutter sich umentschieden hat. Das darf sie eine gewisse Zeit und damit muss man rechnen. Das war natürlich sehr schwer, nun haben sie ihren kleinen Jungen. Was ich persönlich schön fand, war, dass sie die Namen der Kinder nicht geändert haben. Sie haben die namen, die ihnen ihre leibliche Mutter mitgegeben hat :) lange Rede kurzer Sinn. Es ist sicher ein schwerer Weg, der sich aber allemal auszahlt. Ich wünsche euch, dass ihr schnell Erfolg habt und eine glückliche Familie werdet! :)
eva2Abel
 
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Engeline on 25 Oct 2016, 16:26

Also ich bin selber adoptiert. Ich hatte einen ein Problem damit, hätte es nur im Nachhinein besser gefunden davon früher zu erfahren. Ich war damals schon 10 Jahre alt. Ich habe jetzt auch Kontakt mit meiner leiblichen Mutter und meinen Brüdern. Es sind für mich bekannte nicht mehr und nicht weniger...Ich wünsche euch viel Glück und hoffe dass ihr schnell Erfolg habt. Habe von einer Frau gelesen, die Zwillinge adoptiert hat und dann als medizinisches Wunder selber mit Zwillingen schwanger wurde)))
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Fuchs on 25 Oct 2016, 16:28

Danke für Deine guten Wünsche und Deinen Bericht von Deiner Freundin...Ich habe jetzt wo wir uns damit befassen schon öfter von Adoptionsfällen gehört, fast jeder kennt irgendjemand der adoptiert hat, schon erstaunlich. Wir sind sehr aufgeregt und ich hätte so gerne mit jemandem Kontakt gehabt, der selbst ein Kind adoptiert hat, damit ich weiß wie es am Jugendamt abläuft oder worauf wir achten sollten...Die leiblichen Eltern haben 8 Wochen Zeit, ihr Kind selbst wieder zu übernehmen, wie gut, dass die Geschichte trotzdem noch gut ausgegangen ist...
Ich hoffe, dass der Weg nicht zu schwer ist, denn wir haben auch schon einen schweren Weg hinter uns. Danke und alles Liebe Dir.
Viele Liebe Grüße
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Agnes.frankes on 25 Oct 2016, 16:31

Hallo,
Ich kenne welche mit Adoptionskindern und auch welche, die Kinder adoptieren wollen. Ich glaube es ist sehr schwer Kinder zu adoptieren, auch wenn alle Voraussetzungen stimmen. Es gibt in Deutschland mehr Familien die Kinder adoptieren möchten als Kinder die zur Adoption sind. Ich weiß nicht ob ihr eine Chance habt. Es gibt so viele Familien die keine Kinder bekommen können und selbst dort, dauert es Jahre, wenn es überhaupt klappt, ein Kind in Deutschland zu adoptieren. Vielleicht ist es ja etwas anderes wenn die Kinder schon älter sind.
Vielleicht kommt für ein auch ein Pflegekind in Frage.
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Bibolina on 25 Oct 2016, 16:34

Ich habe eine 11jährige Tochter aus dem Ausland adoptiert, aber ich habe auch ein deutsches Pflegekind. Das Pflegeverfahren in Deutschland ist ähnlich wie das Inlandsadoptionsverfahren. Wichtig finde ich, dass man weder Ado, noch Pflege als Kampf ansieht. Wenn man schon im Vorfeld sämtliche Negativ- und Horrorberichterstattungen über die angeblich furchtbare Bürokratie gerne glauben möchte, macht man es sich nur unnötig schwer. Wir haben beide Bewerberverfahren richtig genossen, sie haben uns auch eine innere Wachstumschance gegeben, die wir wahrgenommen haben. Schwierig ist, was ich als schwierig empfinde.
Erstaunlich, welche Schwierigkeiten wir haben, findet sich nicht so schnell eine Antwort. Wir haben uns willentlich und wissentlich für sog. schwer vermittelbare Hochrisikokinder entschieden, unsere Grosse ist gesund, unsere Kleine ist schwerbehindert. Man kann es als Schwierigkeiten sehen, aber auch als spannende Herausforderung.
LG
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Lisa_vogt on 25 Oct 2016, 16:42

Hallo,
wir haben kein Kind adoptieren, aber haben ein befreundetes Paar, das adoptieren will. Das Paar ist übrigens unfruchtbar, hat also keine eigenen Kinder. Die beiden mussten mit dem Jugendamt mehrere Gespräche führen, Tests machen, an Kursen teilnehmen... Ihre Wohnung wurde begutachtet, mit dem Ergebnis, dass sie umgezogen sind - Wohnung war zu klein, Kinderzimmer muss eine bestimmte Größe haben etc. Dann wurden natürlich auch die Finanzen überprüft...leider verdienen die beiden nicht so gut und sind zwischendurch auch mal aus dem Programm geflogen. Nun haben sie neue Jobs und können wieder hoffen. Ich glaube, das ganze Verfahren dauert nun schon fast 3 Jahre...
Ein anderes Paar konnte von Anfang an alle Bedingungen erfüllen und hat schon nach einem Jahr ein Kind vermittelt bekommen - sogar ein Neugeborenes! Es kann also auch schnell gehen...
Wie schnell es geht, hängt unter anderem davon ab, wozu ihr bereit seid - man muss da einen Fragebogen über seine Vorstellungen ausfüllen. Gesunde Babys werden natürlich schneller vermittelt, als ältere Kinder oder Kinder mit Behinderung... Euer Alter spielt übrigens auch eine Rolle. Wenn dein Mann schon 30 ist, müsstet ihr euch ran halten - bei 35 ist Schluss.
Ehrlich gesagt, ich denke, dass eure Chancen eher schlecht sind - da gibt es genug Paare, die keine eigenen Kinder bekommen können! Ich weiß zwar nicht, was eure Motive sind - aber so ein Adoptionsverfahren ist nicht leicht!
LG
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby Louisa1998 on 25 Oct 2016, 16:48

Meine Schwester hat mit ihrem Mann ein Kind adoptiert und nachdem sie alle Bedingungen (Kurse, Tests...) erfüllt hatten, haben sie nur ca. ein halb Jahr gewartet. Allerdings waren sie schon an der Altersobergrenze, vielleicht wurden sie deshalb bevorzugt behandelt.
Und sie konnten keine eigenen Kinder bekommen. Später wollten sie noch ein zweites Kind adoptieren. Mal abgesehen vom Alter, wäre es weitaus schwieriger bzw. unmöglich gewesen, da sie ja nun schon ein Kind haben. Es ist tatsächlich so, das mehr Paare adoptieren wollen, als Babys vermittelt werden können.
Aber es gibt viele schon ältere Kinder und auch Babys, die als Pflegekinder vermittelt werden, weil sie kein richtiges Zuhause haben. Nur hat hier eben noch die leibliche Mutter das Sorgerecht... und solange eben noch geprüft wird, ob sie es weiterhin behält oder nicht, werden die Kinder nicht zur Adoption freigegeben. Bei Pflegekindern sind die Bedingungen nicht ganz so streng, zumindest was das Alter der Eltern und die Anzahl der weiteren Kinder angeht. Meine Schwester hat diese Möglichkeit gewählt. Jetzt haben sie ein 2. Kind zur Pflege. Als sie es bekamen, war es auch noch sehr klein und die Wahrscheinlichkeit, dass sie es später noch adoptieren können, ist sehr hoch. Wenn der leiblichen Mutter das Sorgerecht aberkannt wird, haben sie dann das Adoptionsvorrecht, weil das Kind schon bei ihnen lebt. Klar gibt es bei Pflegekindern immer das Risiko, dass sie nicht dauerhaft in der Familie bleiben dürfen, vielleicht wäre es aber dennoch eine Option für euch. Bei einer richtigen Adoption würde ich euch keine allzugroßen Chancen einräumen.
LG
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Re: glückliche Erfahrungen

Postby majorka4 on 25 Oct 2016, 16:53

Ich selber habe nicht adoptiert, kenne das Ganze aber von guten Bekannten. Die haben tatsächlich ein Baby adoptieren können, bezeichneten das aber auch als 6er im Lotto. Natürlich wollen die meisten Adoptionswilligen ein Baby, daher sind die Chancen sehr gering. Zumal die meisten leiblichen Eltern ihre Kinder zunächst in Pflegschaft geben. Die allerwenigsten lassen direkt adoptieren. Dem ganzen ist ein äußerst langwieriges Verfahren voran gegangen, aber du sagtest ja, dass dir das schon bekannt ist. So, wie ich es mitbekommen habe, sind die Aussichten auf ein Baby wohl verschwindend gering, zumindest als direkte Adoption.
Wenn ihr euch entscheidet, ein älteres Kind aufzunehmen, sind die Chancen deutlich besser. Aus meiner Berufserfahrung als Sozialpädagogin muss ich euch aber auch sagen, dass die Kinder ein gehöriges Päckchen mitbringen, das man bereit sein muss, kompromisslos mit dem Kind zu tragen.
majorka4
 
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