Erfahrungsaustausch

Re: Erfahrungsaustausch

Postby Windchen210 on 26 Dec 2016, 23:43

Das tut mir leid, aber adoptieren wollt ihr doch, weil ihr ein Kind wollt. Wer adoptiert denn, um einem elternlosen Kind ein Zuhause zu geben? Wenn das der Grund ist, kann man ja auch ein älteres Kind adoptieren. Und wer wirklich helfen will, der nimmt ältere Kinder als Pflegekinder auf. Das ist wirklich Hilfe. Denn diese Kinder hatten es bisher nicht gut. Denen muss man das geben, was du oben angeführt hast. Nein - ältere und Pflegekinder - da muss man schon etwas mehr im Kreuz haben, denn die sind selten problemlos. Ich sprech da aus Erfahrung - hatte ja schon Pflegekinder. Da muss man sich schon bewusst sein, dass man keine Kinder in Pflege bekommt die wie ein normales Kind aufgewachsen sind, sondern u.U. enormster Pflegebedarf besteht. Da ist psychisch wie pysisch oft so einiges im Argen - dem muss man schon gut gewachsen sein. Ich persönlich bin der Meinung, das ist definitiv nur was, wenn man aus dem soz.päd. Bereich kommt oder selbst schon größere Kinder hat und man weiß wie und wo es lang geht bzw. gehen kann. Denn wenn es diesen Kinder auch gut gehen soll - bzw. gut geht - heißt das längst nicht, dass es für diese Kinder auch gut so ist. Adoption ist sicher was, was man sich gut überlegen sollte - aber ich verstehe es vollkommen, wenn man sich dafür entscheidet, sich für ein Baby zu entscheiden. Da sind die Chancen, dass man das Kind in die Familie integrieren kann und es wirklich an leiblicher Kindestatt annehmen kann doch am größten. Man muss das schon auch etwas realistisch sehen
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Re: Erfahrungsaustausch

Postby yourAngel on 15 Apr 2017, 22:16

Ich habe leider keine persönlichen Erfahrungen für dich, wollte dir aber auch alles Liebe für diesen nicht ganz einfachen Weg wünschen! Ich kenne zwei Familien, die adoptiert haben. Bei der einen Familie ging es ganz schnell und sie bekamen ihre kleine Tochter. Kurz darauf, und es wäre laut Ärzten nicht möglich gewesen, ist sie schwanger geworden. Nun hat sie 2 Mädchen, die sie beide gleich liebt. Bei der anderen Familie, gab es anfangs einen schweren Start, ihr kleines Mädchen wurde wieder weggenommen, weil die leibliche Mutter sich umentschieden hat. Das darf sie eine gewisse Zeit und damit muss man rechnen. Das war natürlich sehr schwer, nun haben sie ihren kleinen Jungen. Was ich persönlich schön fand, war, dass sie die Namen der Kinder nicht geändert haben. Sie haben die Namen, die ihnen ihre leibliche Mutter mitgegeben hat :) lange rede kurzer Sinn. Es ist sicher ein schwerer Weg, der sich aber allemal auszahlt. Ich wünsche euch, dass ihr schnell Erfolg habt und eine glückliche Familie werdet! :)
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Re: Erfahrungsaustausch

Postby Ruth on 28 Aug 2017, 20:39

Zum Alter kann ich Dir leider keine Auskunft geben, das kannst Du aber alles sicherlich bei Eurem örtlichen Jugendamt erfragen. Ich denke, grundsätzlich ist bei allen Alternativen eine Sache gleich: Es sind zunächst einmal nicht die eigenen Kinder. Dass sich das gefühlsmäßig relativ zügig anders entwickelt ist sicherlich so, aber man ist halt nun mal nicht die leibliche Mutter, d. h., man selbst kann keine Angaben zum Verlauf der Schwangerschaft etc. machen.
Ich glaube, dass zu akzeptieren ist das Schwerste dabei! Und das braucht Zeit. Wenn Du erst 38 Jahre alt bist ist das doch super und eröffnet einige Optionen - denke ich. Ich würde mir mit allem Zeit lassen und die Dinge reifen lassen. Die Trauer braucht ihre Zeit! Ab Juli will ich wieder nach vorne schauen und wenn sich vielleicht beruflich eine interessante Perspektive ergibt... dann sind wir eben ein kinderloses Paar, das Patenkinder verwöhnt...Aber an dem Punkt sind wir noch nicht.
Viele liebe Grüße
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Re: Erfahrungsaustausch

Postby yourAngel on 14 Oct 2017, 20:12

Ich hab mir vor kurzem zwei Bücher zu dem Thema Adoption/Pflegekind angeschafft. Dort stand, dass das Bewerbungsverfahren 1-2 Jahre dauert und dass der Altersunterschied zwischen Adoptiveltern und Kind in der Regel max. 40 Jahre beträgt. Unsere Chance auf einen Säugling wäre also eher gering. Meinen Mann schreckt ab, dass man quasi von einem Tag auf den anderen Eltern wird. Mich schrecken eher die Muster-Fragebogen "Würden Sie ein Kind nehmen, das ..." ab und die Tatsache der offenen Adoption. Mit wem muss man sein Kind da konfrontieren? Aus welchem Milieu kommen die leiblichen Eltern? Alles in allem hatten wir uns dann erstmal für den Mittelweg entschieden: EMS. Aber momentan überlege ich wieder, ob wir nicht doch parallel auch den Weg der Adoption in Betracht ziehen sollten, bevor es endgültig zu spät ist (wir sind jetzt 36 und 40 Jahre alt). Viele Grüße
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Re: Erfahrungsaustausch

Postby sofi_e on 15 Nov 2017, 23:42

Vielleicht nimmt man sich gerade den Druck mit einem Adoptionsantrag - ohne, dass das adoptierte Kind natürlich ein Notnagel sein soll, eh klar! Andererseits habe ich aber auch Bedenken beides parallel laufen zu lassen, weil jeder Weg für sich schon alleine eine ziemliche seelische Belastung ist. Und dann beides gleichzeitig? Wie man es dreht und wendet, es bleibt schwierig... Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass es die Möglichkeit einer Adoption gibt, auch wenn mir der Standpunkt meines Mannes seit heute wieder mal unklar ist. Ich wollte mit ihm heute beim Jugendamt anrufen und einen konkreten Erstberatungstermin ausmachen und er meinte dann: "Hat ja noch keine Eile, jetzt lass uns doch erst einmal im Sommer noch eine EZS versuchen!" Und was heißt das jetzt wieder? Doch keine Adoption? Sonst hat er diesen Weg immer befürwortet... :( Vielleicht ist heute auch nur ein schlechter Tag, aber im Moment bin ich ziemlich gefrustet.
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