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nicht einfach

PostPosted: 28 Jan 2017, 00:21
by sofi_e
Für mich ist es nicht einfach aber ich überlege das Kind zur Adoption freizugeben... Ich hab keine "guten" Gründe wie andere in diesem Forum, ich fühle mich einfach nicht bereit, ich kenne viele junge Mütter und ich möchte nicht wie sie mit meinem Schatz am existenzminimum Leben, mit dem Vater des Kindes bin ich schon Monate nicht mehr zusammen, noch weis er nichts davon, ich habe Angst dass er meine Entscheidung nicht akzeptiert, da er selbst bei schrecklichen Pflegeeltern grossgeworden ist.. Leider sehe ich ihn ihm aber auch keinen guten Vater... Er wird mich finanziell nicht unterstützen können und psychisch geht es ihm sowieso nicht gut. Ich habe Angst diese Entscheidung für immer zu bereuen egal wie ich mich entscheide...

Re: nicht einfach

PostPosted: 28 Jan 2017, 00:28
by Engeline
Das ist ganz sicher nicht einfach. Kannst Du das denn mit Deiner Mutter, Schwester oder besten Freundin diskutieren? Warum müsstest Du für immer am Existenzminimum leben? Du kannst über das Jugendamt Hilfe bei der Kinderbetreuung bekommen und eine Ausbildung oder Studium absolvieren. Es gibt viele Hilfen für alleinerziehende Mütter in Deutschland. Kannst Du Hilfe aus Deinem familiären Umfeld erwarten? Überlege Dir, wo Du mit welcher Entscheidung in 20 Jahren stehst und was die größeren Risiken für eine Fehlentscheidung wären. Diese Ideen von Fannie finde ich gut. Alternativ gäbe es ja vielleicht Mischformen, es muß ja nicht sofort eine Adoption mit allen Konsequenzen sein. Ich kenne mich nicht so genau aus, aber es gibt doch offene Adoptionen oder auch Pflegefamilien, die nicht adoptieren. Es ist toll, dass Du Deine Ängste hier niederschreibst, aber vielleicht solltest Du Dir auch Hilfe vor Ort suchen, zB bei pro familia, die Dich mit dem nötigen Fachwissen beraten können! Alles Liebe!

Re: nicht einfach

PostPosted: 28 Jan 2017, 00:29
by majorka4
Bitte suche Dir Hilfe. Es gibt ganz viele verschiede Hilfemöglichkeiten. Das Jugendamt kann dich da sicher sehr gut beraten. Lass Dir mit deiner Entscheidung bitte auch Zeit. In welcher SSW bist Du denn? Lebst Du noch bei deinen Eltern? Vielleicht können dich deine Eltern unterstützen. Ich bin selbst eine Pflegemutter. Ich habe schon einige Kinder hier betreut, bis ihre Mütter wieder soweit waren, sich selber um ihre Kinder zu kümmern. Es ist sicher nicht ganz einfach, aber der Weg lohnt sich. Noch heute habe ich Kontakt zu der Mutter und ich kann sehen, dass sie mit Unterstützung ihren Weg gehen. Du kannst sicher sein, dass es sehr gute Pflegefamilien gibt, die den Weg gemeinsam mit Dir und deinem Kind gehen. Oder vielleicht eine Tagesmutter die sich unterstützt. Es gibt wirklich ganz viel verschiedene Hilfen. Du kannst mir gerne auch eine private Nachricht schreiben. Liebe Grüße und alles Gute

Re: nicht einfach

PostPosted: 28 Jan 2017, 00:30
by Pika4u
Ich habe selbst ein Kind bekommen, als ich noch sehr jung war. Ich weiss, daß man da Ängste und Zweifel haben kann, die dann mit den Jahren verschwinden.Vor allem scheinst Du Dein Kind sehr zu lieben, und meiner Meinung nach ist es erstmal das Wichtigste. Es ist auch das, was Dein Kind braucht. Das, was DU ihm gibst, wird ihm niemand anders so gut geben können. Für Dein Kind bist du jetzt die wichtigste Person. Wir leben auch in Deutschland, wo es sehr viele Hilfemöglichkeiten für junge Mütter gibt. Du müsstest nicht in Existenznot leben. Ich biete Dir an, Dir zu helfen, so gut ich kann - wenn Du es möchtest. Wenn Du jemand brauchst, mit dem Du reden kannst, kannst Du mir eine private Nachricht schreiben. Ich würde Dir dann meine Telefonnummer geben. Liebe Grüße

Re: nicht einfach

PostPosted: 28 Jan 2017, 00:31
by yourAngel
Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, wende dich an das zuständige Jugendamt... Solltest du tatsächlich frei geben, sind die Sachbearbeiter sowieso zuständig. Außerdem helfen sie Dir normalerweise schon weiter, auch mit Alternativen. Bist du Dir denn sicher, dass Du freigeben möchtest? Aber ich denke, du solltest Dir alles genau anhören, erklären lassen und dann entscheiden. Wichtig ist auch, Du hast immer noch 8 Wochen Zeit, Deine Entscheidung rückgängig zu machen.
Vielleicht hilft Dir dies ein wenig weiter. Schreib mal wieder, wie es Dir mit Deiner Entscheidung ergeht. Ich wünsche Dir viel Kraft, Liebe, die Dich immer wieder einmal stützt.
Liebe Grüße

Re: nicht einfach

PostPosted: 28 Jan 2017, 00:33
by Lisa_vogt
Eine Adoption ist eine mutige Entscheidung. Aber eine Adoption kann für Dich auch zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg belasten kann. Vielleicht kann diese Schwangerschaft der Startschuß sein, dass Du mit Deinem Leben noch einmal neu anfängst. Denn aus den Bruchstücken unseres Lebens können wir eine wundervolle Treppe bauen.
Du machst Dir sehr verantwortungsbewußte Gedanken, und ich wünsche Dir, dass Du den Weg findest, der zu Dir paßt. Die entgültige Entscheidung einer Adoption mußt Du auch erst 8 Wochen nach der Geburt treffen. Es gibt die offene und verdeckte Adoption. Wäre es für Dich auch ein Weg Dein Kind zunächst in eine Pflegefamilie zu geben.

Re: nicht einfach

PostPosted: 28 Jan 2017, 00:36
by paprik_a
Ich bin selbst ein Adoptivkind und teile die Meinung von euch ganz und gar nicht! Bei mir war es auch eine geschlossene Adoption, und mein leiblicher Vater tauchte, als ich 9 Jahre alt war, plötzlich auf. Klar anfangs war es komisch, aber da ich von anfang an wusste, dass ich adoptiert war, war es kein Problem für mich, im Gegenteil ich war erleichtert und hatte mehr Probleme damit, nicht zuwissen, weshalb sie mich in meinen Kindernaugen verschenkt hatten und nicht mehr wollten... Ja auch ein 9 Jahr altes Kind, macht sich sehr viele Gedanken zum es sich dann anfängt mit sich selbst zu beschäftigen. Als ich 12 Jahre alt war, brach er leider den Kontakt zu mir ab, da er es nicht mehr konnte... Heute bin ich 33 Jahre jung und vermisse ihn jeden Tag, ich suche ihn schon seit meinem 18. Lebensjahr, aber niemand aus seiner bzw. "meiner" Familie, weiss wo er sich aufhält...

Re: nicht einfach

PostPosted: 12 Jun 2017, 09:03
by Blüme
Die Adoption eines fremden Kindes darf niemals der Ersatz für ein eigenes Kind sein. Daher steht bei der Vermittlung durch die Jugendämter bzw. kirchliche Organisationen auch das Ziel im Vordergrund, für ein bereits existierendes Kind geeignete Eltern zu finden. Die Vermittlung einer Adoption dient nicht dazu, den Kinderwunsch eines Paares zu erfüllen. Bei jeder Adoption steht das Wohl des Kindes an erster Stelle.

Re: nicht einfach

PostPosted: 01 Aug 2017, 20:06
by kate369
Früher habe ich Gedanken über Adoption gemacht, aber dass es nicht leicht ist, ist es nocht schwach gesagt. Es ist fast unmöglich. Man hat uns gesagt, dass wir mindestens 4 Jahre warten müssen und noch es gibt keine Garantie. Da ich Probleme mit der Gesundheit hat, die direkt mit der Fertilität verbunden sind, wurde es noch schwieriger ein Kind zu bekommen. Diesen Punkt hat ich überhaupt nicht verstanden, aber es war die Tatsache. Und noch da wir schon nicht jung sind und mein Mann ist schon fast 40 haben wir keine Chance auf einen Säugling. Deshalb haben wir Adoption nicht Rücksicht genommen. Und die Reproduktionsmedizin war für uns wie ein Geschenk. Ich habe mein Kind mit Hilfe der EZS bekommen und bin total glücklich

Re: nicht einfach

PostPosted: 10 Aug 2017, 22:16
by Agnes.frankes
Ich bin selbst ein Adoptivkind und teile die Meinung von euch ganz und gar nicht! Bei mir war es auch eine geschlossene Adoption, und mein leiblicher Vater tauchte, als ich 9 Jahre alt war, plötzlich auf. Klar anfangs war es komisch, aber da ich von Anfang an wusste, dass ich adoptiert war, war es kein Problem für mich, im Gegenteil ich war erleichtert und hatte mehr Probleme damit, nicht zu wissen, weshalb sie mich in meinen Kinderaugen verschenkt hatten und nicht mehr wollten... Ja auch ein 9 Jahr altes Kind, macht sich sehr viele Gedanken zum es sich dann anfängt mit sich selbst zu beschäftigen. Als ich 12 Jahre alt war, brach er leider den Kontakt zu mir ab, da er es nicht mehr konnte... Heute bin ich 33 Jahre jung und vermisse ihn jeden Tag, ich suche ihn schon seit meinem 18. Lebensjahr, aber niemand aus seiner bzw. meiner Familie, weiss wo er sich aufhält...